Die Besten im Lande

Beim Bundesleistungswettbewerb zeigten die begabten Teilnehmer mal wieder ihre kreative Seite.

Wer ist der beste Nachwuchslackierer in Deutschland? Dieser Herausforderung stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundesleistungswettbewerbs vom 19. bis 21. November 2018. Insgesamt dreizehn junge Fahrzeuglackiererinnen und Fahrzeuglackierer traten zum Wettbewerb im AkzoNobel Automotive Training Center in Stuttgart an. Gewonnen hat – mal wieder – eine Dame! Maxi Vogel aus Sachsen setzte sich mit ihrer Arbeit gegen die anderen Wettbewerber durch. Und auch der zweite Platz ging an eine der insgesamt fünf weiblichen Teilnehmerinnen, nämlich an Tamara Groth aus Schleswig Holstein. Frauenpower pur, kann man da nur sagen! Den dritten Platz holte sich Denis Klink aus Bayern.

Vorbereitung ist alles

Wie immer hatten die für die Aufgabenstellung Verantwortlichen ein spezielles Motto für Bundesleistungswettbewerb aufgerufen, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand einer Fahrzeugtür, einer Platte und eines Automodells umzusetzen hatten. „Lack und Kreativität in einer digitalen Welt“ lautete daher das diesjährige Motto. Eine große Herausforderung, nicht nur in kreativer Hinsicht, sondern auch, weil für die Fertigstellung aller Arbeiten nicht mehr als zwölf Stunden zur Verfügung stehen, Die Gewinnerin des Wettbewerbs, Maxi Vogel, hat sich daher gut auf die Aufgaben vorbereitet. „Wir haben ja im Vorfeld die Aufgabenstellung bekommen, sodass ich die ganze Prüfungssituation in der Werkstatt schon ein einmal durchspielen konnte. Unterstützung fand die junge KFZ-Lackiererin natürlich auch bei ihrem Ausbildungsbetrieb. „Hier hatte ich die Möglichkeit, mich selber für den Wettbewerb zu Rüsten und meine Ideen im Vorfeld auszuprobieren.“

Starke Teamleistung

Trotz guter Vorbereitung kann auch mal was schief gehen, und dann heißt es Nerven behalten! „Was mal wieder besonders herausgestochen hat, war die gute Teamarbeit zwischen den Teilnehmern“, betont der Vorsitzende der Bundsfachgruppe Fahrzeuglackierer Paul Kehle. „Trotz der Wettbewerbssituation haben alle mit angepackt und einander geholfen.“ An einem Strang ziehen – das scheint ein weiterer Schlüssel zum Erfolg zu sein. Denn der Druck bei einem solch wichtigen Wettbewerb ist nicht zu unterschätzen. Da war es gut, dass auch die AkzoNobel-Techniker Marco Schmidt und Oliver Gold mit tatkräftiger Unterstützung sowie dem ein oder anderen Ratschlag zur Seite standen. Dem gesamten AkzoNobel-Team dankte Paul Kehle bei der Siegerehrung: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch ihr Engangement bei der Vorbereitung und Organisation zum guten Gelingen des Wettbewerbs beigetragen.“

Große Freude, große Gewinne

Wer beim Bundeleistungswettbewerb teilnimmt, ist eigentlich schon ein Gewinner – und zwar des Landeswettbewerbs. Das ist nämlich, zusammen mit einer entsprechend guten Berufsschulnote, Voraussetzung zur Teilnahme. Wer es so weit geschafft hat, hat also schon allen Grund stolz zu sein! Trotzdem wurden alle jungen Fahrzeuglackierer und Fahrzeuglackiererinnen nochmals für Ihre Leistungen belohnt. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung mit Familienangehörigen, Betriebsinhabern und Ehrengästen wurden die Sieger geehrt und die Preise verliehen. Glückwünsche gab es sowohl von Dr. Albert Bill als auch von Paul Kehle, welche den Teilnehmern Ihre verdiente Urkunde überreichten. Lob und Anerkennung für die geleistete Arbeit und das Engagement im Handwerk gab es auch von Landesinnungsmeister Thomas Rodens, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Stuttgart. Neben Werkzeugkoffern und Schulungsgutscheinen für alle dreizehn Teilnehmer konnten sich die ersten drei Plätze zusätzlich auf Geldgewinne, eine Schulungsreise und sogar eine Lackierpistole von Sata freuen.

Evelyn Becker

Mit wie viel Begeisterung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start waren, und welche handwerkliche Perfektion und Kreativität sie an den Tag legten, können Sie auch online in einem kurzen Video erleben.


Tuere_7.jpg

Sämtliche Arbeiten sollten passend zum Motto eine farbliche und gestalterische Einheit bilden.Foto: M. Rehm

„Lack und Kreativität in einer digitalen Welt“

Bei sämtlichen Arbeiten sollte das Motto „Lack und Kreativität in einer digitalen Welt“ integriert werden. Die Aufgabenstellung für
die Präsentation wurde anhand eines Kundenauftrags beschrieben: „Um auf die zukünftigen Herausforderungen der Autoreparaturbranche gerüstet zu sein, hat ein Lackier- und Karosseriefachbetrieb umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen vorgenommen. Zur Steigerung der Effizienz wurden alle Arbeitsbereiche und Arbeitsprozesse modern und ergonomisch gestaltet und soweit als möglich digital vernetzt. Insbesondere im Bereich der Lackierabteilung wurden bei der Neueinrichtung und Ausstattung alle technischen Innovationen berücksichtigt, die für das Unternehmen, den hier beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Kunden Vorteile generieren und somit den Fortbestand des Unternehmens langfristig sichern helfen. Für die Wiedereröffnung möchte das Unternehmen bei seinen Kunden die neuen Kompetenzen und Möglichkeiten im Bereich der Fahrzeuglackierung in besonderer Weise plakatieren und bewerben.“

Eine selbst erstellte und gestaltete Werbetafel soll zudem auf das Event aufmerksam machen. Im Rahmen der freien Gestaltung sollen zusätzlich Fahrzeugmodelle lackiert und gestaltet werden.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen und beweisen die vielfältigen kreativen Ideen der jungen Teilnehmer. Von Matrix und Binärcode bis hin zur Datenautobahn und Hashtags gab es einiges zu sehen.