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Spezialisten für den letzten Schliff

Interview Visomax Coating
Spezialisten für den letzten Schliff

Visomax Coating wird 18 Jahre alt – und damit volljährig. Wir sprachen mit Vertriebsleiter Marco Petermüller und Geschäftsführer Andreas Götz

Herr Petermüller, Herr Götz, vor 18 Jahren gründeten Sie Ihr Unternehmen und nannten es Visomax. Wie ist dieser Name entstanden?

Der Name hängt eng mit unserer Entstehungsgeschichte zusammen, denn ganz zu Anfang lag der Schwerpunkt der Visomax Coating GmbH etwas anders als heute. Wir beschäftigten uns zu Beginn mit hydrophoben und hydrophilen Beschichtungen für Glas und Polycarbonat. Das System hat gut funktioniert, daher musste ein Name her. Und der entstand sehr spontan.

Und warum Visomax?

Wir befanden uns auf dem Weg zu einem Entwicklungspartner in Belgien und plötzlich kam einem der Firmengründer, Ralf Thull, der Firmenname wie ein Geistesblitz – Visomax.
VISuell das MAXimale herausholen. Das Omega steht für den letzten Buchstaben im Alphabet, auf uns übertragen den letzten Schliff also. Das Beste kommt zum Schluss. Wir merkten aber sehr schnell, dass uns Lackirritationen und Kratzer auf Lackoberflächen mehr stören als nasse Scheiben.

Auch beim Lack lässt sich ja visuell viel herausholen …

Das ist richtig. Polieren konnten wir, schleifen auch. Aber irgendwas fehlte uns doch für das große Ganze. Die vorhandenen Produkte, die es damals auf dem Markt gab, waren in Ordnung, aber auch nicht mehr. Die meisten waren entweder sehr teuer oder machten nicht das, was sie versprachen. Nichts hatte für uns den WOW-Effekt oder versprach wirklich außergewöhnlichen Glanz. Wir dachten: Hey, das können wir doch besser!

Wie ging es dann weiter?

Wir drei Gründungsmitglieder, Andreas Götz, Marco Petermüller und Ralf Thull, testeten, verbesserten und entwickelten Polituren in der eigenen Garage. Was dabei herauskam, übertraf unsere Erwartungen – und die Lösungen, die es schon damals in der Branche gab. Wir machten uns daher schon früh einen Namen.

Wer waren Ihre ersten Kunden?

Auf hochwertiges Finish bedachte Serienhersteller wie Rolls-Royce Motorcars, Aston Martin, Lotus sowie, tatsächlich, die Manufaktur der weltberühmten London Taxis. Wir entwickelten unsere Ideen weiter und strickten uns ein vollständiges Konzept für das Finishen von Hochglanzoberflächen. Im Laufe der Zeit kam das Thema Licht auf den Tisch, von Schaltplänen und Strom hatten wir bis dato nicht viel Ahnung. Also kam Markus Schick als hervorragende Ergänzung ins Team. Mit seinem technischen Know-how konnten wir Lichtsysteme für Produktionslinien für Lackierer und Fahrzeugaufbereiter entwickeln, ein voller Erfolg!

Wie stellt sich das Thema Fertigung bei Visomax dar?

Wir entwickelten mit den Jahren unsere eigenen Elektromaschinen und fertigen diese heute noch in der hauseigenen Manufaktur. Die Jahre vergingen, Mitarbeiter und Kunden wurden mehr. So wurde auch der Standort Zellingen zu klein und wir mussten umziehen. 2016 zogen wir an unseren neuen Standort Waldbüttelbrunn bei Würzburg, der auch heute noch unser Zuhause ist. Da wir dort mehr Platz hatten, wurden auch die Mitarbeiter mehr.

Und die Themen, mit denen Sie sich beschäftigen. Vor einiger Zeit präsentierten Sie eine robotergesteuerte Polierlösung …

In der Serie geht die Reise in diese Richtung – und ja, auch das können wir. Die Roboter und weitere Mitarbeiter für die CAD- und Robotikabteilung hielten Einzug in das neue Firmengebäude. Wodurch dann auch die additive Fertigung für unsere Akkumaschinen sowie für den Prototypenbau ins Leben gerufen wurde. Vermutlich hätte unser Slogan „Nichts ist unmöglich“ lauten sollen, aber wir finden „Das perfekte Finish“ passt besser zu uns.

Bedeutet der Einstieg in die Robotik, dass sich die Firma Visomax nun, da sie volljährig ist, wieder mehr auf die Fahrzeugindustrie konzentriert?

Nein, im Gegenteil: Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass auch im Handwerk viel prozessorientierter gearbeitet wird und unsere Lösungen für die OEMs immer stärker übertragen werden können. In der Industrie muss speziell der „End-of-theLine“- Finishprozess schnell, prozesssicher und in höchster Qualität erfolgen. Der Preis des Einzelprodukts steht weniger im Vordergrund, sondern die Effizienz des Systems. Diese Einstellung finden wir mehr und mehr auch im Handwerk. Wir freuen uns daher auf weitere innovative Jahre mit spezifischen Lösungen für Industrie und Handwerk.

Herr Götz, Herr Petermüller, vielen Dank für das Gespräch. mr■


Von der Politur zum Roboter

2016 wurde der neue Standort in Waldbüttelbrunn bezogen. (Foto: Visomax)

Die Visomax Coating GmbH mit Sitz in Waldbüttelbrunn bei Würzburg wurde 2003 von Marco Petermüller, Andreas Götz und Ralf Thull gegründet. Das Produktportfolio reicht von Polituren mit passenden Schwämmen über Druckluft-, Elektro- und Akkumaschinen mit eigens additiv gefertigten Backup-Pads sowie Schleifmittel bis hin zur Robotik-Abteilung. Während man sich anfangs auf spezialisierte Finish-Lösungen für die Automobilindustrie konzentrierte, liefert man heute alles, was den Finishprozess in Industrie und Handwerk unterstützt.

www.visomax.de



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