Schneller Aufbau

Das italienische Unternehmen ICR präsentiert komplette UV-Linie

Kommen Sie nun, oder kommen sie nicht, die UV-Lacke? Wenn ja, welche Lackmaterialien werden in UV-härtender Version verfügbar sein: Füller, Spachtel oder Klarlack? Und für welche Anwendung sollen UV-Lacke eingesetzt werden: Für Spot-Repairs oder auch für größere Reparaturen?

Der italienische Lackhersteller ICR-Industria Chimica Reggiana S.p.A. mit Sitz in Reggio Emilia hat auf all diese Fragen eine einfache Antwort: Sie nennt sich UV-Flash-Line und umfasst UV-Spachtel, -Füller und -Klarlack. Wer sich für den Einsatz von UV-Lacken entschieden hat, bekommt hier, wie man bei ICR betont, den schnellsten, weil komplettesten Lackaufbau. Der Einsatzzweck liegt auf der Hand: „Wenn UV-Produkte benutzt werden, geht es in erster Linie darum, möglichst schnell zu arbeiten“, erklärt Roberto Baroldi, bei ICR Vertriebsleiter International. „Dadurch, dass wir alle zur Reparatur notwendigen Materialien – außer dem Basislack, wo dies technisch nicht möglich ist – in UV-Qualität liefern, können wir die größtmögliche Zeitersparnis garantieren. Bei Spot-repairs kommen diese Vorteile optimal zum Tragen.“ Je größer die Reparaturfläche aber wird, desto geringer werden die Vorteile der UV-Technologie, so ist man bei ICR überzeugt. „Wir arbeiten mit einer einfachen, aber effektiven 400-Watt-UV-A-Lampe, die sich ideal für kleine Flächen eignet“, erklärt Roberto Baroldi. „Wird die Reparaturfläche größer, muss ich dagegen entweder aufwendigeres Equipment einsetzen, oder ich brauche zu viel Zeit.“
Schritt für Schritt
Der Reparaturablauf mit UV-Flash-Line weicht nicht gravierend vom Standard-Ablauf ab. Im Falle einers Kratzers an der Stoßstange wird zunächst die Reparaturstelle mit P 240 angeschliffen. Danach wird der Spachtel aufgetragen. „Hier muss man darauf achten, nicht zuviel Material zu verwenden“, betont ICR-Anwendungstechniker Fabio Menegazzo, „denn dadurch, dass der Spachtel durchsichtig ist, unterschätzt man leicht die Schichtdicke.“ Die Trocknung erfolgt mit Hilfe der UV-Lampe innerhalb von zwei bis drei Minuten – nach kurzer Abkühlung per Druckluft kann der Spachtel bereits geschliffen werden, zunächst mit 180er-, dann mit 240er- und schließlich mit 400er Schleifpapier. Anschließend wird der Füller appliziert. „Beim Füller hat der Anwender die Wahl, ob er ihn unverdünnt oder mit Verdünner aufträgt“, kommentiert Fabio Menegazzo. Aufgespritzt wird der UV-Füller in zwei Durchgängen mit einer dazwischen liegenden Ablüftphase von 30 Sekunden. Danach wird auch der Füller geschliffen, erst mit 320er, dann mit 400er Schleifpapier. Abschließend wird mit etwas Wasser und 1000er Schleifmittel die Reparaturzone erweitert – schon kann der Basislack aufgetragen werden. „Wir haben hier mit den Lackreihen aller größerer Hersteller gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Roberto Baroldi. „Unsere UV-Flash-Line ist mit allen Systemen kompatibel.“
Mit Verdünnung oder ohne
Auch beim Klarlack stellt sich die Frage, ob verdünnt oder unverdünnt aufgetragen wird. Während Fabio Menegazzo den Klarlack lieber unverdünnt aufträgt, bevorzugt Willi Geitner von der Firma Fischer Automobile aus Neumarkt/Oberpfalz die verdünnte Variante. „So kann ich den Randbereich der Reparaturfläche übergangslos gestalten“, erklärt der Lackierer, der das UV-Flash-System täglich bis zu zehn mal für Spot-repairs einsetzt. Die Applikation ist in beiden Fällen dieselbe. Der Auftrag erfolgt in zwei Schichten. Die erste Schicht lüftet zunächst eine Minute ab, dann wird sie noch einmal eine Minute mit der UV-Lampe bestrahlt. Die zweite Schicht lüftet lediglich 30 Sekunden ab, um dann in zwei Minuten UV-Bestrahlung völlig durchzutrocknen.
Sofort kann poliert werden. „Wir empfehlen ein zweistufiges Polierverfahren“, erläutert Roberto Baroldi, „wobei im ersten Schritt wegen der Härte des UV-Klarlacks eine sehr abrasive Politur verwendet werden sollte. Hochglanz wird anschließend mit einer feinen Paste erzielt.“
Gut bezahlbar
Besonders betont man bei ICR das bodenständige Preis-Leistungsverhältnis. „Wir wollten ein einfach zu handhabendes, sicheres und vor allem bezahlbares System haben“, erklärt Roberto Baroldi. „Die 400 Watt UV-A-Lampe ist inklusive Stativ für weniger als 1.000 Euro zu haben, und auch die Materialien sind auf bezahlbarem Niveau. Und die Gesamtkosten für Spachtel, Füller und Klarlack liegen bei einer typischen Kleinschadenreparatur unter vier Euro.“ Momentan ist man dabei, ein deutsches Händlernetz aufzubauen. Einer der ersten Händler, dazu einer, der bereits langjährige Erfahrung mit dem System verfügt, ist Richard Wolfrum vom Karroseriecenter Wolfrum in Breitenbrunn.
MR
Weitere Informationen:
ICR Industria Chimica Reggiana S.p.A. www.icrsprint.it
Karosseriecenter Wolfrum Tel.: 09495/ 903786 Fax: 09495/ 903787 www.karosseriecenter-wolfrum.de