Frauenpower bei der Schweizer Berufsmeisterschaft

Alle drei Spitzenplätze wurden von Lackiererinnen belegt

Die Siegerin der Schweizer Berufsmeisterschaft vom 20. bis zum 21. Oktober, in der Berufssparte „Carrosserielackier/in“, heißt Aurélie Fawer! Dieser Erfolg wurde auch vom Schweizer Sikkens-Team groß gefeiert, denn man kennt sich. Der Trainer der 19-Jährigen heißt Patrick Balmer und ist langjähriger und treuer Sikkens-Kunde. Ein toller Erfolg für Aurélie Fawer, der ihr in Zukunft viele Türen öffnen wird: „Es erfordert unheimlich viel Konzentration. Nicht alles lief so wie ich es mir vorgestellt habe. Das kann einen in dieser Wettbewerbssituation sehr unter Druck setzen. Aber meine gute Vorbereitung gab mir viel Sicherheit. Wir haben zielorientiert trainiert und ich konnte mich auf mein Können und natürlich auf meinen Trainer verlassen.“

Frauenanteil: 50 Prozent

Alle drei Spitzenplätze wurden von Lackiererinnen belegt. Nicht ganz ungewöhnlich für die Schweiz: „Rund 50 Prozent der Schweizer Auszubildenden in diesem Bereich sind weiblich“, weiß Patrick Balmer. Der Lackierer und Geschäftsführer der Carrosserie Spiez AG erkennt Talente. Er war bereits mehrmals bei den WorldSkills, der internationalen Berufsmeisterschaft, involviert – sowohl als Experte zur Beurteilung der Arbeiten, als auch als Trainer. Dabei ging auch einer seiner Schützlinge als Gewinner der WorldSkills hervor. „Ich übe meinen Beruf aus Leidenschaft aus und genauso trainiere ich meine Auszubildenden, denn mir liegt die Nachwuchsförderung für diesen wunderschönen Beruf sehr am Herzen. Zu oft hört man, dass die jungen Leute faul sind und nichts können. Das stimmt nicht! Dafür sind diese Meisterschaften eine sehr gute Bühne, die zeigen was unser Nachwuchs wirklich draufhat. Die Teilnehmer der Schweizer Berufsmeisterschaft in Langenthal gehen aus den jeweiligen Regionalmeisterschaften hervor. Die Gewinner haben die Möglichkeit, bei den WorldSkills 2019 in Kazan/Russland teilzunehmen.