The Sound of Color

Österreichische Lackkünstler gestalten E-Gitarren

Michael Rehm

Wer die letzte Autozum in Salzburg besuchte, blieb am Stand der Firma Autolackprofi automatisch hängen. Kunstvoll lackierte E-Gitarren, insgesamt 20 an der Zahl, zierten die Rückwand des Messestandes und zogen die Blicke der Besucher auf sich. Es ist schon eine Tradition, dass die Firma Autolackprofi aus Hohenems, Nexa Autocolor-Vertriebshändler für Tirol und Vorarlberg und Zubehörlieferant für ganz Österreich, die Autozum mit einer Designaktion bereichert. Man könnte auch sagen, dass Gerhard Wolfgang, gemeinsam mit seinem Bruder Martin Firmenchef, die Messe als Aufhänger herbeisehnt, um seiner Leidenschaft für kreative Lackierungen zu frönen. Ob Flugzeugmodelle, Mini-Motorräder oder Surfboards – die unterschiedlichsten Objekte wurden schon von ihm und einer mittlerweile eingeschworenen Truppe von Lackkünstlern und Airbrushern aus der Region Vorarlberg gestaltet. Diesmal also Gitarren. „Der Gitarrenkorpus bietet eine ausreichend große Fläche, um die unterschiedlichsten Designs auszuprobieren“, erklärt Gerhard Wolfgang seine Wahl. „Man kann den Korpus waagerecht gestalten, ohne auf die Schichtdicken achten zu müssen, genauso sind aber auch Tauch- oder Verlauftechniken möglich. Jeder der Beteiligten konnte sich daher kreativ austoben.“ Die Vielfalt der realisierten Designs gibt ihm in diesem Punkt uneingeschränkt recht.
Anschleifen genügte
Alle Gitarren wurden vorab komplett bis auf den Grundkörper demontiert. „Zuerst haben wir überprüft, ob die werksseitige Beschichtung des Korpus sich nicht anlöst oder aufquillt“, berichtet Gerhard Wolfgang. „Diese Tests waren alle erfolgreich, sodass wir vor dem Lackieren der Gitarren lediglich die Beschichtung mit Schleifvlies anschleifen und Öffnungen am Gitarrenkorpus abdecken mussten.“
Die 20 auf der Autozum ausgestellten Gitarren entstanden zwischen November und Dezember 2016. Wie üblich bei Gerhard Wolfgangs Designaktionen blieben die Vorbereitungen Kunden und Geschäftspartnern nicht verborgen, sodass einige der Gitarren schon fest versprochen sind. „Ein befreundeter Musikalienhändler hat sich ebenfalls einige Exemplare reserviert“, berichtet der 49-Jährige, und natürlich bleiben auch ein paar, an denen ich besonders hänge, bei uns in der Firma.“ Als Erinnerung an eine gelungene Designaktion – und als Aufhänger, um pünktlich in zwei Jahren die nächste Aktion zu starten.