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ZKF-Branchentreff: Agenda 2020 kommt in Fahrt

Beim Branchentreff Ende Mai in der Daimler Niederlassung Heidelberg zeigte der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) konkrete Lösungswege für künftige Herausforderungen der Mitgliedsbetriebe auf. Vor mehr als 400 Teilnehmern benannte ZKF-Präsident Peter Börner die Zukunftsthemen für Verband und Branche. In den Workshops standen fachspezifische Inhalte auf dem Programm. Zahlreiche abgeschlossene Aufgaben im Verband, die neue Zentrale in Friedberg, eine gut aufgestellte EUROGARANT AutoService AG und die Umsetzung der Agenda 2020 – ZKF-Präsident Peter Börner konnte beim Branchentreff in Heidelberg eine durchaus positive Bilanz des Zentralverbandes vorlegen. „Wir sind für künftige Herausforderungen gut gerüstet und haben die Weichen für die Zukunft gestellt “, hielt er gleich zu Beginn seiner Grundsatzrede fest. Der Markt entwickle sich jedoch rasanter denn je, betonte Peter Börner. „Gerade in der fortschreitenden Digitalisierung, der elektronischen Fahrzeugtechnik und Telematik sowie im demografischen Wandel liegen die größten Herausforderungen für unser Handwerk.“

Deutliche Kritik übte Peter Börner an der Umsetzung des Mindestlohngesetzes und dem bürokratischen Aufwand. Er forderte eine deutliche Vereinfachung für die Unternehmen. Ein klares Bekenntnis legte der ZKF-Präsident zum Meisterbrief ab. „Wir sagen deutlich Nein zur europäischen Harmonisierung der Handwerksordnung, die zum Ziel hat, den Meisterbrief abzuschaffen oder aufzuweichen“, unterstrich Peter Börner vor den Teilnehmern in Heidelberg. „Der Meister als Qualitätssiegel im Handwerk muss erhalten bleiben.“ Gleichzeitig betonte er, wie wichtig das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist und forderte die Innungen auf, bei jungen Menschen mit der Ausbildungskampagne „WE WANT YOU!“ noch stärker für das Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk zu werben.
Einen klaren Schwerpunkt legte Peter Börner in seiner Grundsatzrede auf die Digitalisierung. „Der Treibstoff der Zukunft sind Daten und das Wissen, was daraus gewonnen wird“, erklärte er. Künftig würden nicht nur neue Automobilhersteller wie Apple oder Google auf den Plan treten, vor allem die Lenkung in Service-Werkstätten durch Telematik sowie Unfallvermeidungstechnik würden den Markt tiefgreifend verändern. Seine Einschätzung: „Heute sind etwa 800.000 vernetzte Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs. Experten schätzen, dass es bis zum Jahr 2025 rund 18 Millionen Autos sind.“ Vor allem der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) habe sich in Brüssel sehr engagiert dafür eingesetzt, dass die Fahrzeugdaten auch für freie Betriebe zugänglich sind. „Die Schnittstellen bei Telematik oder eCall und anderen Konzepten werden laut Beschluss der EU-Kommission offen sein. Jetzt kommt es darauf an, dass wir in der Praxis damit umgehen können.“
In Zeiten des modernen Wandels soll die Agenda 2020 des Zentralverbandes Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft geben. „Der Vorstand hat sich in diesem Jahr intensiv mit der Umsetzung der Agenda beschäftigt“, unterstrich der ZKF-Präsident und konkretisierte: „Zu den wichtigsten Projekten zählen 1. die Etablierung des Verbandes als anerkannter Daten- und Know-how-Provider der gesamten Unfall- und Nutzfahrzeugherstellerbranche, 2. die Schaffung regionaler Kompetenzzentren, 3. die Einführung des neuen Diagnose- und Reprogrammierungstools EuroDFT, 4. die Umstellung unserer Kommunikation auf neue Medien sowie 5. die Erweiterung von Dienstleistungen für die Innungen.“
Klare Kante zeigte Peter Börner in Sachen Rechnungskürzungen bei der Unfallschadenreparatur. „Uns wurde seitens der Prüfdienstleister in den letzten Jahren erklärt, dass mit Ausnahme von Glasschäden keine Rechnungen gekürzt, sondern Kostenvoranschläge geprüft würden. Diese Aussage ist seit wenigen Wochen Makulatur.“ Seit Kurzem würden bei Rechnungen von Haftpflichtschäden Stundenverrechnungssätze, Ersatzteilpreise, Lackmaterialindex, Mietwagen, Beilackierung oder Verbringungskosten gekürzt. „Eine Unverschämtheit, denn an einer Rechnung, die die erforderlichen Reparaturarbeiten enthält, gibt es keinen Grund zur Kürzung. Dieses Unrecht werden wir nicht akzeptieren und vehement dagegen vorgehen“, erklärte der ZKF-Präsident.

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