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Body & Paint Contest: Deutsche Lackierer kämpfen um Einzug ins Finale

Body & Paint-Contest
Endspurt für Lack & Karosserie-Wettbewerb

Deutsche Lack- und Karosserie-Profis kämpfen um den Einzug ins Finale der ersten internationalen Body & Paint Weltmeisterschaften

Mehr als zehn engagierte Lack- und Karosserie-Profis treten zum deutschen Designwettbewerb auf der Automechanika Frankfurt gegeneinander an. Am 15. September wählt eine Fachjury, bestehend aus renommierten Fachjournalisten, Designern und Brancheninsidern, den Sieger. Dieser darf dann ins große Finale der internationalen Automechanika Body & Paint Weltmeisterschaft einziehen.

Drei Finalisten, die sich in Birmingham, Johannesburg und Shanghai durchgesetzt hatten, sind bereits gesetzt. Die große Herausforderung dieses Contests ist die Gestaltung einer Motorhaube. Die Vorgabe: Dargestellt werden muss ein landestypisches Motiv, wobei das Hauptaugenmerk auf technischer Perfektion und kreativem Design liegt. Gesponsert wird der deutsche Wettbewerb von Akzonobel, Axalta, BASF, Carbon und SATA. Sie alle schicken ihre eigenen Teilnehmer ins Rennen.

Profis aus dem Süden

Günter Blümel aus Wien und Diego Del Nilo aus München treten für AkzoNobel beim Body & Paint-Wettbewerb an. Der 54-jährige Blümel, Geschäftsführer der Autospenglerei Blümel GmbH in Wien, ist ein großer Fan von Effektlackierungen, die er mit farbintensiven

und kreativen Motiven verwirklicht. Zum Motiv erklärt er: „Für die Gestaltung der Wettbewerbs-Motorhaube habe ich schon eine Idee im Kopf, ich will Deutschland und Österreich sowie Frankfurt und Wien miteinander verbinden, auch die beiden Länderfahnen werden eine Rolle spielen. Mehr möchte ich aber erstmal noch nicht verraten.“

Daniel Kapeller, Vertriebsleiter AkzoNobel Österreich weiß, was er an seinem Kandidaten hat: „Dieser Wettbewerb ist auf jeden Fall etwas für Günter. Er tanzt immer ein bisschen aus der Reihe – natürlich im positiven Sinn, und er hat was drauf! Das macht ihn nicht nur aus, sondern auch zu einem perfekten Kandidaten für den Wettbewerb.“ Seit über 20 Jahren ist das Airbrushen Diego Del Nilos Leidenschaft, jetzt geht der Lackierermeister aus München beim Automechanika Body & Paint-Wettbewerb an den Start und stellt sich einer internationalen Konkurrenz. „Eine gewisse Besessenheit gehört für mich zu meinem Job dazu. Deshalb suche ich auch gerne nach kreativen Herausforderungen – das ist auch der Grund warum ich beim Body & Paint-Wettbewerb teilnehme.“ Für AkzoNobel tritt er beim Wettbewerb an, weil er sich als Lackierermeister

mit Lacken bestens auskennt und auf Premiumqualität setzt. Das Motiv bleibt natürlich noch ein Geheimnis, aber einen kleinen Tipp gibt es bereits vorab: „Was ich schon sagen kann ist, dass ich meinem Stil treu bleibe und mich beim Motiv auf eine Stadt konzentrieren werde.“

Unterstützung in allen Bereichen

Axalta ist mit seinen drei Reparaturlackmarken Standox, Spies Hecker und Cromax ebenfalls Sponsor des Wettbewerbs. „Der Body & Paint-Contest inklusive seiner weltweiten Vorausscheidungen ist für jedes international aufgestellte Unternehmen unserer Branche eine interessante Veranstaltung“, sagt Yasmin Armbruster, Leiterin Marketing Service bei Standox Deutschland in Wuppertal, auch im Namen der übrigen Refinish-Marken. „Und dass das große Finale auf der Automechanika in Frankfurt stattfindet, ist für uns ein zusätzlicher Grund, diesen Wettbewerb zu unterstützen.“

Doch darüber hinaus ist die Förderung des Lackierhandwerks allen drei Axalta Refinish-Marken ein grundsätzliches Anliegen. Yasmin Armbruster: „K&L-Werkstätten müssen sich derzeit mit vielen Herausforderungen und Entwicklungen auseinandersetzen, sowohl im Werkstatt- als auch Bürobereich. Da gibt es zum Beispiel neue Werkstoffe und Technologien, veränderte Marktstrukturen, die Digitalisierung und vieles mehr. Der Kernbereich, das erstklassige Handwerk, rückt dabei manchmal etwas in den Hintergrund – dabei ist das Handwerk nach wie vor das eigentliche Herzstück. Darum ist es schön, dass beim Body & Paint-Contest die kreative Lackierleistung im Mittelpunkt steht. Ich

freue mich schon auf die Präsentation der Wettbewerbsbeiträge aus aller Welt.“

Alexander Hagemann ist Lackiermeister bei Karosserie Baur in Rottenburg am Neckar. „Ich habe von dem Contest im Internet gelesen und mich nach Absprache mit meiner Chefin angemeldet“, sagt der 37-Jährige. „Ich stehe auf solche Herausforderungen.“ Seine Motorhaube ist bereits in Arbeit, und er hat sich dafür viel vorgenommen: „Ich

werde 16 unterschiedliche Lackiertechniken und Lackeffekte einsetzen – eine für jedes deutsche Bundesland.“ Viele Materialien, die er verarbeitet, stehen nicht einfach im Regal: Hagemann mischt Lacke mit speziellen Pigmenten selbst. Bei der Gestaltung setzt er auf bewährte „Old-School-Technik“ und zeichnet seine Entwürfe nach wie vor per Hand: „Das liegt mir einfach mehr als die Gestaltung am Computer, ich bin schließlich Handwerker.“

„Der Contest ist für mich eine willkommene Gelegenheit, mein Gehirn mal wieder richtig anzustrengen“, lacht Andreas Kräßner. „Im normalen Alltagsbetrieb lauft ja vieles über Routine.“ Der 31-Jährige arbeitet seit neun Jahren als Fahrzeuglackierer bei Hoffmann Karosserie und Lack in Schwelm, in dem er auch seine Ausbildung gemacht hat. Er hat schon an einigen Lackier-Wettbewerben teilgenommen, „aber ein Platz 1 fehlt noch in

meiner Sammlung“. Für seinen Wettbewerbsbeitrag schwebt ihm ein Motiv vor, das die große Ingenieurs- und Automobiltradition in Deutschland thematisieren soll. Außerdem mag Kräßner es bunt: „Ich spiele gerne mit Farben“, sagt er. „Und da hat Standox mit

seinen tollen Effektfarbtönen eine Menge zu bieten.“

Mit Laura und David Walther nimmt auch ein Ehepaar am Body & Paint-Contest teil. Beide sind Lackierermeister, und David hat sogar schon Wettkampferfahrung: 2013 belegte er Platz 2 beim Bundesleistungswettbewerb der Fahrzeuglackierer. Der fand damals bei Spies Hecker statt, und eine Verbindung zu der Kölner Lackmarke besteht bis heute – denn ihr Arbeitgeber, die Autolackiererei Lohs in Limbach-Oberfrohna in Sachsen, verwendet Spies Hecker-Lacke. „Wir schätzen ihre hohe Deckkraft und die schnelle Verarbeitung“, sagt Laura. „Sie eignen sich auch gut für Designprojekte.“ Mit kreativen Arbeiten hatten die beiden schon in der Meisterschule viel zu tun. Sie beschäftigen sich sogar in ihrer Freizeit mit Lackiertechniken wie Airbrush. „Wobei dabei“, lacht David, „noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.“


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Hochkarätige Jury

Die Organisatoren freuen sich schon heute gemeinsam mit allen Partnern und Sponsoren auf die Preisverleihungen am 14.9. (deutsches Finale) und 16.9. (internationales Finale). Überreicht werden die Preise vom Ideengeber des Wettbewerbs Wolfgang Auer, Chefredakteur der Fachzeitschrift fml und Michael Rehm, Chefredakteur Lackiererblatt. Auch Publikumssieger soll es geben, die von Messebesuchern vor Ort sowie online ermittelt werden!


 

Neue Herausforderung

Auch SATA beteiligt sich an dem Body & Paint Wettbewerb und schickt dazu die 19-jährige Fahrzeuglackiererin Josephine Ellwein aus Vaihingen an der Enz ins Rennen. „Die Möglichkeit, Lackierer auf der ganzen Welt mit bestem Werkzeug zur Ausübung ihrer Handwerkskunst ausstatten zu können, treibt uns bei SATA täglich weiter an“ erkärt Jari Pfander, Head of Marketing & Communications von SATA. „Umso mehr freut es uns, unsere Produkte beim Body & Paint Wettbewerb Automechanika Frankfurt im Einsatz zu sehen und somit ein Teil dieses spannenden und internationalen Wettbewerbes zu sein.“ Für Josephine Ellwein, die bei der Brinnig GmbH Autolackiererei und Karosserie-Fachbetrieb in Vaihingen arbeitet, steht der Spaß an neuen Herausforderungen sowie ihre Begeisterung für die Lackierkunst im Vordergrund. Die Motorhaube, die sie mittels Lasuren, Folien-Technik, Lackierung mit hvlp rp und Airbrush veredelt, wird ein Motivzeigen, das von der Stadt Frankfurt mit seinen Innovationen und Denkmälern und seiner Lage als Zentrum von Deutschland und Europa inspiriert ist.

Lackierung als Highlight

„Der Body & Paint Contest auf der Automechanika in Frankfurt ist für uns extrem spannend. Wir produzieren und liefern erstklassige Produkte, aber das Highlight ist immer zu sehen, was ein Lackierer damit erreichen kann“ resümiert Tina Allhoff, Leiterin Marketing Management Germany, BASF Coatings GmbH, die sich ebenfalls beim Wettbewerb engagiert. „Im Alltag bei der Reparatur, besteht die Kunst darin, dass der Lackierer so arbeitet, dass kein Unterschied zum Originallack erkennbar ist. Für den Laien ist das oft selbstverständlich, doch dazu gehört Erfahrung und Kompetenz. Auch für Kreativität bleibt meist keine Zeit, da das Wunschergebnis schon vorab feststeht. Umso beeindruckender ist es zu sehen, was darüber hinaus mit einem exzellenten Lackprodukt und durch die Hand eines professionellen Lackierers alles möglich ist. Da wird wahre Handwerkskunst deutlich! Schnell ist zu erkennen wie emotional das Thema Lack sein kann und wie Objekte, in diesem Fall eine Motorhaube, „zum Leben erweckt werden“.“

„Es geht für mich um das Mitmachen, dabei zu sein und zu sehen was andere Künstler oder Lackierer auch international machen – das finde ich sehr spannend“, erklärt Nick Habich, Leiter der Werkstatt und des Lack & Design Centers HM Habich und Miller, seine

Motivation beim K&L-Wettbewerb für BASF anzutreten. Das Motiv hat der gelernte Modell- und Formenbauer aus Mammendorf bei München schon fertig im Kopf: „Ich habe mich für Bayern entschieden und habe die Motorhaube im Rautenmuster der bayerischen Fahne lackiert. Komplettiert wird das Design durch vier historische Gebäude, ebenfalls aus Bayern.“ ■

https://automechanika.messefrankfurt.com/frankfurt/de/programm-events/body-paint.html

Das Hauptaugenmerk der Gestaltung liegt auf technischer Perfektion und kreativem Design.

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Foto: M. Rehm
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Foto: Blümel
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Foto: M. Rehm
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