Famoses Finish

3M entwickelt neuen Prozess für effizientes und sicheres Polieren
Das Thema Finish wird in der Lackiererbranche mit zwiespältigen Gefühlen betrachtet. Autoreparaturwerkstätten und Lackierbetriebe stehen vor einer schwierigen Herausforderung: Die Kunden erwarten ein perfekt lackiertes Fahrzeug, das aussieht wie ein Neuwagen. Dennoch bekommt die Werkstatt für den Finish-Prozess keine gesonderte Vergütung. In der Praxis entstehen jedoch oft Staubeinschlüsse und andere Oberflächenstörungen im Lackierprozess, die später im Finish-Bereich entfernt werden müssen. Für die Kunden und die Versicherung ist das ausschließlich das Problem der Lackiererei.
Jörg Muschter kennt dieses Problem gut. Seit über zehn Jahren schult er als 3M Anwendungstechniker des Bereichs Autoreparatur-Systeme Mitarbeiter aus Lackierbetrieben und beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Sicherheit und Effizienz beim Polieren. „Die Personalkosten machen den größten Teil der auf den Finish-Bereich entfallenen Aufwendungen aus. Deshalb sollte jeder Betrieb genau prüfen, welche Produkte er einsetzt und ob diese auch immer zum gewünschten Ergebnis führen. Denn nur so kann man unnötige Nacharbeit und letztendlich zusätzliche Kosten vermeiden,“ so Muschter. Kurz gesagt: Durch den Einsatz hochqualitativer Finish-Produkte kann verhindert werden, dass Teile nachbearbeitet oder gar neu lackiert werden müssen. Denn der Kostenaufwand für hochwertige Produkte ist im Endeffekt geringer als die Aufwendungen, die durch Nacharbeit entstehen. Zudem beobachtet man im Markt einen Trend zu Kleinschäden, die zum Beispiel durch zu enge Parkplätze in Tiefgaragen entstehen. „In der Praxis bearbeitet man an den Fahrzeugen relativ häufig kleinere Flächen und für diese Aktionen braucht man eine schnelle, effiziente und sichere Lösung“, erklärt Muschter.
Prozesssicherheit gefragt
Großen Wert legt man bei 3M im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf Prozesssicherheit und somit auf reproduzierbare Prozessergebnisse. So wurde nun ein Poliersystem entwickelt, das eine attraktive Lösung für Lackierbetriebe ist, die großen Wert auf Effizienz legen. „Wir haben unser neues 3M Perfect-it III Famous Finish Poliersystem bei einem Feldtest mit über 25 Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz getestet, die sich darüber einig waren, dass Poliersystem schnell, sicher und einfach zum gewünschten Ergebnis führt. Zwei Mal 15 Sekunden als Verarbeitungszeit reichen. In ca. 95 Prozent der Fälle kommen Sie mit diesen zwei Polierschritten von ca. 15 Sekunden ans Ziel und nur in ca. 5 Prozent der Fälle müssen Sie noch mit einer Anti-Hologramm Politur nachgehen“, erklärt Muschter. In seinen Kundentrainings kann er dies eindrucksvoll demonstrieren: Während ein erfahrener Mitarbeiter aus einem Lackierbetrieb auf gewohnte Art und Weise seinem bisherigen Prozess gefolgt ist, präsentierte Muschter gleichzeitig die neue 3M Lösung. Das Resultat: deutlich weniger Prozessschritte und somit ein schnelleres und besseres Ergebnis.
Wie schnell und einfach das neue Poliersystem von 3M funktioniert, kann auch Kayv Klessig, Inhaber von KUK Autoservice Löwenberg bestätigen: „Ich kann jetzt mit nur einer Politur das ganze Fahrzeug fertig machen. Das spart Material und Zeit.“ Sein Finish-Team benutzt nur noch das neue Famous Finish. Er und seine Mitarbeiter hatten keinerlei Schwierigkeiten mit der Prozessumstellung. „Für jemanden, der sich in seinem Handwerk gut auskennt, ist es kein Problem auf die neue Polierlösung umzusteigen“, findet Klessig. „Wichtig ist nur die Vorarbeit, die muss natürlich passen. Aber die Prozessschritte sind ja ganz genau von 3M vorgegeben. Das ist wie beim Hausbau: Ich kann natürlich nicht mit dem Dach anfangen, sondern muss erst mal die Wände machen“, erklärt Klessig.
So fortschrittlich wie Kayv Klessig und seine Mitarbeiter arbeiten allerdings nicht alle Lackierer. Aus Erfahrung weiß Jörg Muschter, dass viele Anwender Schwierigkeiten haben, sich auf einen neuen Prozess umzugewöhnen: „Wir arbeiten in einer Branche, in der es sehr viel um Gewohnheit geht. Und Gewohnheiten kann man immer nur dann ändern, wenn es ein triftigen Grund gibt – sprich wenn etwa der gewohnte Prozess auf neuen Untergründen nicht mehr adäquat funktioniert oder wenn eine neue Lösung präsentiert wird, deren Vorteile absolut überzeugen.“
Er kennt Lackierer, die seit Jahren nach der immer gleichen Vorgehensweise arbeiten und am Ende auch ans Ziel kommen – allerdings mit einem großen Zeitbedarf. Diesen zeitlichen Aufwand gilt es in einer kosteneffizient arbeitenden Werkstatt einzudämmen. Aus diesem Grund besucht das Außendienstteam von 3M regelmäßig und deutschlandweit die über 7.000 Werkstätten. Ob Vorbereiten, Maskieren, Auftragen von Füller, Trockenendschliff bis hin zu Finish und Gesundheitsschutz: Alle Prozesse, die in einer Lackierwerkstatt ablaufen, werden genau analysiert und auf ihre Effizienz und Wirksamkeit überprüft. So lassen sich nicht nur der Materialverbrauch und damit die Materialkosten senken, sondern auch die Häufigkeit der Fehler und die Zeit, welche durch Nachbesserung verloren geht.
Zudem lädt 3M regelmäßig zu Unternehmertrainings ein. An zwei intensiven Tagen im 3M eigenen Trainings- und Anwendungszentrum in Neuss erfahren Werkstattinhaber alles Wichtige zur Prozessoptimierung ihres Lackierbetriebes und erleben verschiedene Techniken und modernste Produkte in der Anwendung. „Dieses deutschlandweit einmalige Training verbindet die Theorie und Praxis einer effizienten Werkstattführung. Umso weniger Produkte und Faktoren in den gesamten Prozess einfließen, umso überschaubarer und umso leichter ist er auch erlernbar. Außerdem bekommt man dadurch Sicherheit. Denn wenn man nur noch wenige Punkte beachten muss und diese dann richtig ausführt, kann man auch sehr genau eingrenzen, an welcher Stelle eventuell etwas schief gelaufen ist und eben diesen Fehler direkt ausmerzen“, erklärt Muschter.