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Die BVdP-Versammlung stand ganz im Zeichen des „kooperativen Schadenmanagements.“Foto: BVdP

Intensiver Austausch

BVdP-Mitgliederversammlung setzt neue Impulse

Die Mitgliedsbetriebe des BVdP sind mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr gestartet. Einerseits freuen sich die Partnerwerkstätten über volle Auftragsbücher, andererseits fehlen Fachkräfte, um die Fahrzeugreparaturen zügig abzuarbeiten. „Unsere Konjunktur- und Stimmungsabfrage zeigt deutlich, dass die Produktivität der Mitarbeiter in den Betrieben sinkt, weil die meisten Partnerwerkstätten am Limit arbeiten“, erklärte Geschäftsführer Robert Paintinger vor der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes in Kassel. „Zudem hat sich die Kostenentwicklung dramatisch verschlechtert. Im vergangenen Jahr sind vor allem die Arbeitskosten explodiert, auch die Gesamtkosten steigen seit Jahren kontinuierlich.“

Rund 400 Teilnehmer besuchten die Mitgliederversammlung Ende Februar und nutzten das Treffen, um sich über die aktuelle Marktentwicklung intensiv auszutauschen. Einig waren sich die Mitglieder darin, dass sich die Lage in puncto Stundenverrechnungssätzen dringend verbessern muss. Robert Paintinger: „Während uns die Kosten davonlaufen, kommen die Stundensätze nicht mehr hinterher. Unsere Analysen zeigen, dass die Unzufriedenheit der Partnerwerkstätten mit einzelnen Schadensteuerern, deren Stundensätze gering sind, deutlich schlechter ist, als die durchschnittliche Bewertung aller Schadenlenker in Deutschland.“

QualiCar 2.0 komplett digital

Seit Jahren arbeiten die Partnerwerkstätten gemeinsam mit dem Bundesverband selbst an der Optimierung der Reparaturprozesse – in den Best Prac-
tice-Zirkeln und vor allem im Rahmen von QualiCar. „Bisher war QualiCar vor allem ein System zur Feststellung von Störungen im Ablauf der Schadenbearbeitung und Kfz-Instandsetzung“, erklärte Marco Senger, operativer Geschäftsführer des Bundesverbandes. „Jetzt gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter. Die Erweiterung von QualiCar heißt QualiCheck, ein vollständig digitaler Prozess, der die gemeinsame und schnelle Bearbeitung von Kostenvoranschlägen ermöglicht. Von der Partnerwerkstatt bis zum Steuerer oder Versicherer.“ Der BVdP verspricht zum Beispiel: Kein Versenden von Freigabeprotokollen als PDF-Dateien oder Fax – im Rahmen von QualiCheck können alle am Prozess beteiligten Parteien gleichzeitig eine Datei online bearbeiten.

Neue Leistungsmarke m.o.r.e.

Während QualiCheck die Prozesse im Schadenbusiness verbessern soll, hat der BVdP bei der Mitgliederversammlung auch die neue Leistungsmarke m.o.r.e. vorgestellt, die für den Slogan „Mein optimales Reparaturerlebnis“ steht. Robert Paintinger und Marco Senger zeigten sich in Kassel überzeugt: „Der Geschädigte hat durch seinen Unfall erst einmal ein negatives
Erlebnis. Wir wollen mit unserer neuen Leistungsmarke, die wir speziell für das Schadenmanagement entwickelt haben, nun ein positives Reparaturerlebnis gewährleisten.“ Im gesteuerten Schadenfall signalisiert m.o.r.e. dem Autofahrer eine besonders hochwertige Reparatur- und Servicequalität. „Wir wollen mit dieser neuen Wort-Bild-Marke erreichen, dass der Autofahrer sofort erkennt, dass er im Schadenfall sehr gut in dieser m.o.r.e-Partnerwerkstatt aufgehoben ist.“

Dieses Prinzip sollen aber auch Schadensteuerer und Versicherer für ihr Schadenmanagement nutzen können. Bei der Mitgliederversammlung in Kassel betonten die BVdP-Geschäftsführer: „Neben den Partnerwerkstätten kann m.o.r.e. auch als Qualitätsmarke im Rahmen von Policen mit Werkstattbindung dafür sorgen, dass der Versicherungsnehmer die besondere Leistung im Schadenmanagement direkt an der Marke erkennt.“