Die Zeichen der Zeit erkannt

Karosserie Wacker setzt auf die digitale Werkstatt

Seit vier Generationen nehmen „andere Zeiten“ bei Karosserie-Wacker Form an. Mitte des vergangenen Jahrhunderts baute Friedrich „der Zweite“ Wacker das erste Kunststoffauto, den legendären Brütsch 1200 Coupé, damals für den ehemaligen Rennsportler und Konstrukteur Egon Brütsch. Die Wackers haben auch jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und stellen die Weichen für ihren Weg in die immer digitaler werdende Welt der Mobilität. Wieder ist das Unternehmen aus Pforzheim ganz vorne am Start. „Damals beim Kunststoffauto erzielten wir 50 Prozent Gewichtsreduktion, indem wir einen innovativen Werkstoff gegenüber dem herkömmlichen einsetzten. Heute sind wir dabei, Arbeits- und Kostenaufwand inder Auftragsabwicklung extrem herunterzufahren“, berichtet Frank Wacker, der Dritte. „Es könnte gut sein, dass wir auch hier die 50 Prozent-Marke knacken können. Das Wichtigste in unserer Periode des Wandels ist, dass wir Kunden begeistern können. Und das kostet Zeit. Zeit für intensive Betreuung und für individuelle Lösungen. Überall dort, wo uns KI – also die künstliche Intelligenz – nicht ersetzen kann.“

Vernetzte Pioniere

Die Wackers wurden auf die Initiative „Digitale Werkstatt“ aufmerksam und vernetzten sich mit dem Finanzdienstleister ADELTA.FINANZ und dem Software-Spezialisten WERBAS. ADELTA ist ein Pionier, der seinen Abrechnungsservice Karosserie- & LackFinanz speziell auf Karosseriebetriebe und Lackierereien zugeschnitten hat und – wie man heute so sagt – 4.0-fähig machte. Das Unternehmen entwickelte mit WERBAS eine universelle Schnittstelle für die Integration des Abrechnungsservice K&L-Finanz direkt in das Werkstatt-Management-System. Die Finanzwelt und die Werkstattwelt arbeiten automatisiert, ohne Systemwechsel, barrierefrei, sicher und schnell. Die einzelnen Leistungen von K&L-Finanz sind in den Workflow von Werkstätten eingearbeitet, überall dort, wo die jeweilige Leistung gebraucht wird. „Gemeinsam mit dem Spezialisten WERBAS, entwickelten wir die 4.0-Lösung so, dass der Werkstattkunde seinen Auftrag auf einem Unterschrifts-Pad „digital“ erteilen kann. Auch die Schadensabtretung kann auf diese Weise erfolgen. Es gibt entsprechende elektronische Auftragsformulare“, sagt Stephan Schneider, Leiter Gesamtvertrieb Mobilität bei ADELTA.

Liquidität und Sicherheit

Der Abrechnungsservice 4.0 von ADELTA führt zu Liquidität und Sicherheit und reduziert dabei enorm die Verwaltungsarbeit in den Werkstätten. „Noch vor der Auftragsannahme können wir die Bonität von Kunden direkt aus dem System heraus abfragen“, berichtet Frank Wacker. „Wir wissen sehr schnell, quasi in Echtzeit, ob ein Kunde solvent für den Auftrag ist, den er uns gerade erteilen möchte. Vor unserer Zusammenarbeit mit ADELTA dauerte es schon mal ein paar Wochen, bis eine Bonitätsauskunft für gewerbliche Kunden bei uns eintraf. Das machte es uns oft schwierig. Unter anderem statten wir Fahrzeuge mit einer einzigartigen Sicherheitstechnik aus, die wir entwickelt haben. Dadurch kommen zu uns viele auswärtige Kunden auch von weit her, die uns bis dahin nicht bekannt waren. Die Integration der Bonitätsprüfung in unsere Werkstattsoftware ist deshalb für uns und auch für unsere Kunden ein echter Vorteil in Sachen Sicherheit und Einfachheit, denn es geht bei diesen Aufträgen um viel Geld und Zeit.“

Große Zeitersparnis

Bereits die Pilotphase zeigte, dass die Zeitersparnis insgesamt sehr, sehr groß ist. Frank Wacker: „Die Verbesserung ist enorm. Wir brauchen nichts mehr einzuscannen, keine Zusatzbelege, keine Abtretungserklärungen, alles ist digital integriert. Fahrzeugdaten, Kundendaten, Gutachterdaten – nichts muss mehr händisch eingegeben werden, alles wird automatisiert im Werkstattsystem verarbeitet. Wer den Werkstattalltag kennt der weiß, wie schnell es zu Eingabefehlern kommen kann und wieviel Zeit dabei ins Land gehen kann. Wenn wir jetzt eine Rechnung für den Kunden erstellen, fordern wir per Knopfdruck gleich unser Geld bei ADELTA an. Die Rechnungskopie geht automatisiert gleichzeitig im digitalen Kundenportal bei ADELTA ein. Keine Mail, kein Fax mehr. Das bedeutet auch, dass unser PC mit wesentlich weniger Datenvolumen belastet wird. Früher haben wir nahezu permanent 150.000 Euro vorfinanzieren müssen, bis unsere Kunden oder die Versicherungen bezahlt haben. Mit dem Abrechnungsservice 4.0 ist die `Kostenstelle Vorfinanzierung von Forderungsbestand´ überflüssig geworden, denn wir bekommen unser Geld schon am nächsten Arbeitstag. Das ist ein wesentlicher Faktor, der sich schnell rechnet. Den Abrechnungsservice ins Werkstattsystem zu integrieren ist genial“, resümiert Frank Wacker. „Wir haben nur Vorteile davon: Keine Außenstände, keine Warteschleifen-Mühseligkeit in der Abwicklung mit Versicherunge. So haben wir den Kopf wieder frei für Ideen und viel mehr Zeit für unsere Kunden.“

Weitere Informationen:
www.adeltafinanz.com/mobilitaet