Wie frisch vom Band

Im KEY-Museum bei Izmir werden automobile Schätze ausgestellt und aufwendig restauriert

Seit rund drei Jahren gibt es vor allem für Autofans einen triftigen Grund, einen Abstecher in die nahe bei Izmir gelegene Stadt Torbalı einzuplanen: Das 2015 eröffnete KEY-Museum zeigt auf 7.000 Quadratmetern eine einmalige Kollektion historischer Automobile und Motorräder. Gegründet wurde das Museum von den Brüdern Murat und Selim Özgörkey (von der letzten Silbe ihres Namens leitet sich der Name des Museums ab). Die beiden Oldtimerfans und -sammler leiten einen in Izmir ansässigen Mischkonzern, der auch im Automotive-Bereich aktiv ist: Die E. Özgörkey Group ist einer der führenden Autohändler der Westtürkei, unter anderem mit den Automarken BMW und MINI, und betreibt auch Vertragswerkstätten. Eine davon befindet sich in Izmir. Die Werkstatt ist technisch auf dem neuesten Stand. Gleiches gilt für die Lackiererei mit ihrer modernen Mischbank, in der mit dem Wasserlacksystem Standohyd Plus gearbeitet wird.

Klassiker mit BMW-Logo

Die Affinität zu der bayerischen Automarke ist auch im Key-Museum erkennbar: Dort stehen besonders viele Klassiker mit dem BMW-Logo. Etwa der Dixi, das erste Auto, das Ende der 1920er-Jahre unter dem Namen BMW auf den Markt kam. Die ersten Nachkriegsmodelle wie der 501 und 503 fehlen ebenso wenig wie Vertreter der sogenannten „Neuen Klasse“, darunter als Glanzstück ein elegantes silbernes BMW 2000 CS-Coupé von 1968. Doch das KEY-Museum beschränkt sich nicht auf nur eine Marke. „Wir wählen unsere Exponate nach ihrer Einzigartigkeit für die Auto- und Motorradgeschichte aus“, betont Efe Uygur, Leiter des Museums. 130 Autos und 40 Motorräder werden derzeit ausgestellt.

Aufwendige Lackrestaurierung

In der hauseigenen Werkstatt kümmern sich 15 Mitarbeiter um die Fahrzeuge. „Jedes Auto, das unsere Werkstatt verlässt, soll aussehen wie am ersten Tag“, betont Uygur. Das betrifft in besonderem Maße die Lackierung. „Wir versuchen stets, den ursprünglichen Farbton eines Fahrzeugs zu ermitteln.“ Das ist nicht immer einfach: Verblichener oder verwitterter Lack, Abweichungen schon bei der Werkslackierung, Um- oder Neulackierungen erschweren die Aufgabe. Das Museum recherchiert daher in der Regel nach Originalunterlagen des Herstellers.

Lack und Know-how

Sind keine Unterlagen mehr aufzutreiben, muss man sich anders behelfen. Und dabei wenden sich die Lackierer aus Torbalı regelmäßig an Standox. Denn der Lackanbieter liefert nicht nur Lacke, sondern kann dank einer gut sortierten Farbtondatenbank auch präzise Angaben zu historischen Originalfarbtönen vieler Autohersteller machen. In anderen Fällen nutzen die Lackierer die Möglichkeiten moderner Lackiertechnik. Uygur: „Wenn wir an einem Oldtimer eine Stelle mit dem Originallack finden, nutzen wir sie zur Rekonstruktion eines Farbtons. Dafür ist das Farbtonmessgerät Genius von Standox ein sehr hilfreiches Tool.“ Auch bei der Lackierung kommen moderne Produkte zum Einsatz. „Wir arbeiten in unserer Werkstatt ausschließlich mit Standox, zum Beispiel mit dem VOC System Füller U7540, Standox Basislack und dem Standocryl VOC-Xtra-Klarlack K9560“, erklärt Uygur. Ausschlaggebend dafür ist nicht nur die Premium-Qualität der Standox Produkte, sondern auch der gute Service. „Die Experten von Standox haben uns schon oft dabei geholfen, einen alten Farbton nachzustellen“, sagt Uygur. „Und sie geben uns bei Bedarf sogar während des Reparaturprozesses Unterstützung.“