eingefärbte Klarlacke

Sechs Schritte zum korrekten Farbton

So repariert man Lackierungen mit eingefärbten Klarlacken

Tiefer, satter, brillanter: Eingefärbte Klarlacke gewinnen bei der Autoreparaturlackierung aufgrund immer brillanterer Farbtöne und der gewünschten Tiefenwirkung von Sonderfarbtönen zunehmend an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel liefert Mazda: Das japanische Unternehmen hat nach fünf Jahren Laufzeit die erste Generation seines CX-5-Erfolgsmodells weiterentwickelt und dabei auch die Lackierung aufgepeppt. Der Farbton 46V Soul Red Crystal/Magmarot Metallic ist ein lebhafter, satter Farbton, der die Konturen des Mittelklasse-SUVs noch stärker betont. Die Reparatur erfolgt im Zwei-Schicht-Lackierverfahren mit eingefärbtem Klarlack. Wie man auf Anhieb ein erstklassiges Lackierergebnis erzielt, beschreibt Erik Fassbender, Training Spezialist Standox Deutschland.

1. Musterbleche anfertigen

Der eingefärbte Klarlack wirkt wie eine Lasur. Das heißt: Je mehr man von dem Lack aufträgt, desto stärker deckt er den Untergrund ab. Die Anzahl der Spritzgänge und die hieraus resultierende Schichtdicke hat demnach einen direkten Einfluss auf den Farbton, die Brillanz und Tiefenwirkung. Standox empfiehlt daher für Reparaturen von Fahrzeugen mit eingefärbtem Klarlack das Anfertigen von Farbmusterblechen. Bestimmen Sie anhand dieser Muster die Anzahl der Spritzgänge des eingefärbten Klarlacks, um eine möglichst große Übereinstimmung mit dem zu reparierenden Fahrzeug zu erreichen.

2. Füller und Reparaturbereich schleifen

Gehen Sie in der Vorbereitung wie gewohnt vor. Tragen Sie einen Standox VOC-Füller auf, vorzugsweise im Füllerfarbton FC3. Schleifen des Füllers mit Körnung P500 bis P600, im Beilackierbereich hingegen mit P1000 bis P1200.

3. Color Blend auftragen

Applizieren Sie Standoblue Color Blend auf den Beilackierbereich der umliegenden Flächen beziehungsweise das angrenzende Karosserieteil.

4. Basislackieren und Ablüften

Lackieren Sie bei. Die spritzfertige Einstellung für Standoblue lautet: ausgemischter Standoblue Farbton 46V Soul Red Crystal/Magmarot Metallic + 50 Prozent Standoblue Einstelladditiv lang. Lackieren Sie den Standoblue Farbton in 1,5 Spritzgängen auf die Reparaturzone des noch nassen Standoblue Color Blend. Hierbei sollte eine gleichmäßige und wolkenfreie Oberfläche erzielt werden. Lassen Sie den Basislack und Color Blend anschließend ausreichend lüften.

5. Klarlackieren mit eingefärbtem Klarlack

Bereiten Sie zwei Lackierpistolen mit eingefärbtem und nicht eingefärbtem Klarlack vor, um zügig arbeiten zu können. Verwenden Sie lange Härter beziehungsweise Verdünnungskombinationen. Lackieren Sie den eingefärbten Klarlack auf das Reparaturteil und lackieren Sie über den Auslaufbereich des beilackierten Basislacks hinaus.

6. Beilackieren in den nicht eingefärbten Klarlack

Lackieren Sie den nicht eingefärbten Klarlack auf die verbleibende Fläche des angrenzenden Teils und überlappen Sie in den noch nassen eingefärbten Klarlack. Die Trocknung erfolgt dann gemäß dem technischen Merkblatt. Tipp: Je nach ausgewähltem Standox VOC Klarlack empfiehlt es sich, eine weitere Schicht nicht eingefärbten Klarlack über den Reparaturbereich beziehungsweise den eingefärbten Klarlack zu lackieren. Das verbessert den allgemeinen Decklackstand und vereinfacht spätere Polierarbeiten.


Praxiswissen im Web

Eine ausführliche Anleitung zur Reparatur von Sonderfarbtönen im Zweischicht-Lackierverfahren kann unter www.standox.de/standothek heruntergeladen werden. Ganz neu und besonders praktisch für die gezielte Suche nach fachlich fundiertem Lackierer-Praxiswissen ist außerdem das Standox Online-Nachschlagewerk www.standox.de/standopedia. Es umfasst aktuelle Lackierthemen und wird von Standox Experten kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Reparaturinformationen von Standox gibt es auch unter <a href=“http://www.standox.de/standothek“>www.standox.de/standothek</a> und <a href=“http://www.standox.de/standopedia“>www.standox.de/standopedia</a>.Foto: Standox