Pflaster heilt Kunststoff

3M präsentiert kosteneffektive Lösung für die Kunststoffreparatur

Quelle: 3M

Der Einsatz von Kunststoff im Fahrzeugbau nimmt kontinuierlich zu. Spoiler, Stoßfänger, Frontgrill, aber auch die Türgriffe oder die Spiegelgehäuse bestehen heutzutage aus Kunststoff. Die Gründe liegen auf der Hand: Es gilt, das Gewicht des Fahrzeugs zu verringern und damit Energie einzusparen.

Für Werkstätten und Lackierbetriebe bedeutet die Zunahme von Kunststoffen am Fahrzeug eine darauf abgestimmte Kunststoffreparatur. Perfekte Endergebnisse können mit einer prozessorientierten Lösung, wie sie aktuell das Unternehmen 3M entwickelt hat, kosteneffektiv erzielt werden. Der 3M-Anwendungstechniker Christian Löw erklärt, wie der Prozess der Kunststoffreparatur beim Bearbeiten von Rissen und Löchern abläuft: „Zunächst muss der erforderliche Gesundheitsschutz angelegt werden. Empfehlenswert sind Komfort- Partikelmaske P2, Bügel-Gehörschutz, Komfort-Schutzbrille, Mehrweg-Overall und Nitrilhandschuhe. Danach erfolgt das Reinigen der Oberfläche. Hierfür eignet sich am besten der 3M-VHB-Reiniger 08986 und das spezielle Karosserie-Reinigungstuch 34567.“

Einreißen verhindern

Nach der Reinigung folgt eine Entlastungs- bzw. Entspannungsbohrung und am Ende des Risses wird ein 3 bis 4 mm starkes Loch gebohrt. „Damit wird das weitere Einreißen des Kunststoffes verhindert“, erklärt Löw. Der nächste Schritt widmet sich den Risskanten. Mit dem ROTEX 90 von Festool und der Schleifscheibe Cubitron 150+ werden die Risskanten begradigt. „Damit gelingt eine Kunststoffreparatur von Kleinschäden ganz ohne Werkzeugwechsel“, betont Löw. Aus Werkstattbesuchen und Schulungen weiß der 3M- Experte, dass vielen Kollegen die Notwendigkeit nicht ganz klar ist, warum die Risskanten überhaupt begradigt werden müssen: „Die Winkel müssen flach sein. Dadurch erzielt man eine Haftungsverbesserung sowie eine Erhöhung der Verklebefestigkeit und verhindert ein späteres Einfallen des Reparaturmaterials. Exzenterschleifer sind dabei gegenüber Rotationsschleifern klar im Vorteil, denn durch schnelldrehende Maschinen wird Wärme erzeugt. Diese führt zu einer Verformung beziehungsweise zum Schmelzen des Kunststoffes. Durch exzentrisches Schleifen wird deutlich weniger Wärme erzeugt. Somit kommt es zu keiner Verformung durch Wärmeeintrag und es ist weniger Nacharbeit erforderlich“, so Löw.

Erst rotativ, dann exzentrisch

Nach diesen Vorarbeiten erfolgt das Vorschleifen der Reparaturstelle. 3M empfiehlt dafür 3M Cubitron II Purple 220+ und einen Festool ROTEX RO 90 mit der Maschineneinstellung „Grobschliff“ – Zwangsrotation für einen höheren Abtrag. Das Nachschleifen erfolgt mit derselben Maschine, allerdings mit der Einstellung „Feinschliff“. Dabei handelt es sich um eine exzentrische Einstellung (3 mm Hub). Durch die Verwendung eines Interface Pad kann zudem ein feinerer Schliff bei der gleichen Körnung realisiert werden. Der nächste Prozessschritt bei der Kunststoffreparatur heißt „Reinigen der Schadstelle“ – von außen und von innen. Zunächst muss die Oberfläche entstaubt werden. „Das gelingt außen zuverlässig mit dem VHB-Reiniger 08986 und dem Karosserie-Reinigungstuch 34567. Innen garantiert eine höchste Prozesssicherheit der VHB-Reiniger 08986 sowie das Scotch-Brite grau ultrafine“, erklärt Löw.

Schließlich muss die Reparaturstelle von innen bearbeitet werden. „Dazu empfiehlt sich der 3M-Haftvermittler 06396 mit beiliegendem Schwamm. Wichtig ist, dass auf alle Ecken und Kanten geachtet wird“, sagt Löw. Als nächster Schritt wird das 3M-Kunststoff-Reparaturpflaster 05888 zugeschnitten und angedrückt. Das spezielle Pflaster für die Kunststoffreparatur lässt sich schnell und einfach verarbeiten, ist flexibel einsetzbar und funktioniert auf allen handwerklich zu reparierenden Kunststoffarten. Von außen wird die Reparaturstelle im Anschluss mit dem 3M-Kunststoff-Haftvermittler 05917 bearbeitet. Nach dem Auftragen beträgt die Ablüftzeit ein bis zwei Minuten. Es folgt der Auftrag des 3M- Kunststoff-Reparaturmaterials 05901 mit einem Verarbeitungsgerät und entsprechenden Mischdüsen. Anschließend wird das Material verspachtelt und geglättet. Nach 30 Minuten ist die Stelle schleifbar. Das Planschleifen erfolgt mit dem 3M-Cubitron II Purple 220+ und das Feinschleifen schließlich mit der ROTEX

Auch beim Nachbilden von Halterungen wird von 3M eine prozessoptimierte Lösung angeboten.
In sieben Schritten wird dieser Prozess im neuen
Prozessposter erklärt. Download unter
www.3M.de/autoreparatur