Hautschutz in den Arbeitstag integrieren

Spies Hecker etabliert gemeinsam mit Deb Stoko ein ganzheitliches Hautschutzprogramm

Wessen Haut bei der Arbeit regelmäßiger Belastung ausgesetzt ist, tut gut daran, sie zu schützen und zu pflegen. Ein sehr wichtiges Thema bei der Arbeit mit Lacken und Lösemitteln ist neben dem Hautschutz vor allem die Handreinigung – oft kommt man mit normaler Seife diesen Verschmutzungen nicht bei. Doch scharfe oder harte Reibemittel, z. B. Sand oder steife Bürsten sowie falsche Reiniger verletzen die Haut oder machen sie durchlässig für Schadstoffe. Die Haut benötigt dann ca. vier bis sechs Wochen, um sich zu regenerieren, vorausgesetzt, sie wird in dieser Zeit nicht weiter mit Schadstoffen belastet: im Arbeitsalltag meistens nicht umsetzbar. Eine anfänglich nur kleine Reizung weitet sich dann schnell zu
einer chronischen Beschwerde aus – der erste Schritt hin zur Berufsunfähigkeit. An geeigneten Hautschutzmitteln mangelt es nicht, aber es hapert oft an der Integration dieser Mittel in den Arbeitstag: Unternehmen wissen weder, was ein Hautschutzprogramm beinhalten sollte, noch wie man ein solches umsetzt. Oft sind es auch die Angestellten selbst, die zu fahrlässig mit ihrer Gesundheit umgehen, nicht zuletzt aus Zeitmangel. Aber selbst wenn auf beiden Seiten die grundsätzliche Bereitschaft zur Veränderung besteht, gibt es noch etliche Hürden zu nehmen: Welchen Bedarf gibt es eigentlich im eigenen Betrieb?

Eine Frage des Know-hows

Ein gutes Beispiel, wie ein Hautschutzkonzept richtig umgesetzt werden kann, ist die Spies Hecker GmbH. Dort hat man sich mit Deb Stoko den Experten für beruflichen Hautschutz ins Haus geholt und mit ihm einen explizit auf den Beruf des Lackierers abgestimmten Hautschutzplan installiert. Dieser wird von den Angestellten ausgezeichnet angenommen und umgesetzt, merkt man doch, wie einfach Hautschutz nach diesem abgestimmten Konzept funktionieren kann. Deb Stoko stellt nicht nur perfekt abgestimmte Produkte zum Schutz, zur Reinigung und zur Pflege der Haut bereit, das Unternehmen verfügt auch über langjährige, wissenschaftlich fundierte Expertise und das technische Know-how, wie man diese Produkte „an den Mann oder an die Frau“ bringt. Voraussetzung für funktionierenden Hautschutz ist die einfache Anwendung: Die Maßnahmen müssen einfach zu verstehen und leicht in den Arbeitsalltag zu integrieren sein. „Das gewährleisten wir mit unserem Programm ,Die 3 Momente des Hautschutzes‘, einem auf den ersten Blick zu erfassenden Farbschema und einer eigenen Spenderserie“, so Dr. Wolfgang Röcher, Scientific Communication Manager von Deb. Den Schritten „Schutz“, „Reinigung“ und „Pflege“ werden ganz bestimmte Zeitpunkte oder Arbeitssituationen zugeordnet, sodass sie „in Fleisch und Blut“ übergehen können. Die Experten von Deb Stoko helfen dabei, die optimalen Plätze für die Spender zu finden, um Arbeitsabläufe nicht zu unterbrechen. Mithilfe regelmäßiger Hautmessungen lassen sich dann später Erfolge, aber auch weiterer Optimierungsbedarf sehr verlässlich darstellen.

Schützen, reinigen, pflegen

Zurück zu Spies Hecker und den Händen seiner Mitarbeiter: Die Vorbereitung auf eine effiziente und schonende Reinigung beginnt morgens mit dem Auftragen einer geeignete Schutzcreme. „Travabon Classic“ lässt Schmutzpartikel erst gar nicht in die Haut eindringen, was die Reinigung erheblich vereinfacht. Der faszinierende Effekt wird regelmäßig in den sogenannten Deb Stoko-Akademien vorgeführt: Freiwilligen wird dort nach Auftragen der Hautschutzcreme Travabon Classic Lack auf die Hände gegeben. Nach zwei Minuten reicht eine geringe Menge Wasser zur rückstandslosen Handreinigung.

Auf verschiedene Arbeitsstoffe abgestimmte Produkte entfernen alles, von der leichten bis zur hartnäckigen Verschmutzung, ohne dabei die Haut zu belasten. So bedarf es zum Beispiel nur einer geringen Menge „Kresto Special ULTRA“, um Farben und sogar nicht wasserbasierte Lacke abzuwaschen.
Eines der Geheimnisse der fein abgestimmten Rezeptur ist das natürliche Reibemittel Astopon, das aus Walnussschalenmehl gewonnen wird. Es schädigt die Haut nicht, verstopft keine
Abflussrohre und ist darüber hinaus vollständig biologisch abbaubar.

Neben Schutz und Reinigung bildet die Pflege den „Abschluss“ des Hautschutzprogramms von Deb Stoko. Zum Ende ihres Arbeitstags verwenden die Mitarbeiter der Spies Hecker GmbH Pflegeprodukte wie z.B. die Pflegecreme „Stokolan Classic“. Die Creme wirkt hautberuhigend, führt der Haut wichtige, verloren gegangene Feuchtigkeit zu und fördert ihre Regeneration.

Hautschutz motiviert

Das Beste an einem funktionierenden Hautschutzprogramm: Es erhält und verbessert nicht nur die Hautgesundheit der Mitarbeiter, es stärkt auch Motiva-
tion und Identifikation mit dem Arbeitgeber. „Unsere Kollegen und Trainingsteilnehmer honorieren den Einsatz und Aufwand den wir zum Schutz ihrer Gesundheit betreiben, gerade auch weil in so mancher Werkstatt der berufliche Hautschutz längst keine Selbstverständlichkeit ist. Und sie zeigen ein großes
Interesse am Erfolg des Hautschutzprogramms“, gibt Jörg Sandner, Leiter
Training bei der Spies Hecker GmbH, zu
Protokoll. Eine Hand wäscht die andere. Im wahrsten Sinne des Wortes.


Handschuh und Hautschutz

Grundsätzlich können Handschuhe und Hautschutz als optimale Ergänzung zueinander gesehen werden. Für Lackierer ist das Tragen von Handschuhen, abhängig von den ausgeführten Arbeiten und den benutzten Arbeitsstoffen, unerlässlich. Ein Hautschutzmittel kann einen Handschuh nicht ersetzen, da
nur ein geeigneter Handschuh das Eindringen von Lösemitteln und anderen Chemikalien in die Haut verhindern kann. Trotzdem ist es sinnvoll, ein Hautschutzprogramm in einem Lackierbetrieb zu etablieren.

Gerade bei der Arbeit mit Handschuhen sind optimaler Hautschutz, milde Hautreinigung und Hautpflege unerlässlich. Das längere Tragen von Handschuhen ist eine große Belastung für die Haut. Die Haut beginnt durch das Tragen von Handschuhen zu schwitzen und der Schweiß im Handschuh führt zur Aufweichung der Haut. Dadurch wird die Haut anfälliger für das Eindringen von Schadstoffen und die weiche Haut ist mechanisch wenig belastbar. Werden Handschuhe länger als zwei Stunden am Stück getragen, zählt diese Tätigkeit als Feuchtarbeit – ein geeigneter Hautschutz ist daher gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt zahlreiche weitere Deb-Produkte, die sich für den Einsatz in Kombination mit Handschuhen eignen. Das ideale Produkt finden Interessierte online im Produkt-Selektor auf der Deb Website oder in der Produktguide-App von Deb. Sollte trotz der Handschuhe etwas Lack auf die Haut gekommen sein, sollte dieser nicht mit Lösemitteln entfernt werden. Technische Lösemittel können hautschädigende Stoffe enthalten und entfetten die Haut stark. Es gibt sehr gut wirksame Hautreiniger, die Lack- und Farbverschmutzungen wirksam und hautschonend entfernen.

Gerade bei der Arbeit mit Handschuhen sind optimaler Hautschutz, milde Hautreinigung und Hautpflege unerlässlich.
Foto: M. Rehm

Gefahr wird unterschätzt

„Wir merken in unseren Trainings immer wieder, dass bei vielen Lackierern das Thema Hautschutz wenig präsent ist. Da fallen dann so Aussagen wie ‚Handcreme? Brauche ich nicht, keine Zeit!‘ oder ‚Hauptsache es gibt eine gute Seife, damit ich die Finger wieder sauber kriege.‘ Vielen Teilnehmern ist beim Umgang mit Lackmaterialien und Stäuben nicht bewusst, dass der Kontakt mit solchen Stoffen die Haut belasten und gefährden kann. Wir haben Teilnehmer dabei, die von Kollegen berichten, die umschulen mussten, weil sie Allergien gegen Inhaltsstoffe entwickelt haben.

Wenn der Hautschutz aber nicht perfekt durchdacht ist, ist er oftmals unwirksam. Wichtig ist, dass die Produkte hervorragend funktionieren, beispielsweise angenehm aufzutragen sind und schnell einwirken. Außerdem haben wir beobachtet, dass es auch wichtig ist, wo die Spender positioniert werden. Können Sie im Vorbeigehen genutzt werden, werden sie deutlich besser angenommen.“

Jörg Sandner, Leiter Training bei der Spies Hecker GmbH

Jörg Sandner: „Bei vielen Lackierern ist das Thema wenig präsent.“
Foto: Spies Hecker