Erfolgreiche Deutschland-Tour

Die KSR-Lokaltermine 2018 verbinden EDV- und Branchenthemen

Nicht nur die Präsentation neuer EDV-Tools und Funktionen oder die Diskussion aktueller Branchenthemen stehen seit 2016 im Mittelpunkt der KSR-Lokaltermine. Auch der intensive Austausch mit den Profis aus den Werkstätten ist eines der Kernanliegen, wenn Peter Ringhut und sein Team KSR-Anwender und Interessenten deutschlandweit einladen. So nimmt es auch kein Wunder, dass in den letzten beiden Januarwochen 2018 mehr als 200 Teilnehmer/innen dem Ruf der Software-Experten aus Neu-Ulm gefolgt waren und sich in Stuttgart, Friedberg, Langenfeld, Coburg, Leipzig sowie Hamburg auf den aktuellen Stand in Sachen Branchen-EDV brachten.

Service weiter ausgebaut

Offene Worte fand Matthias Schuckert gleich zu Beginn der Veranstaltungen, denn überproportional viele Umstellungen, Updates und Migrationen waren, so der KSR-Vertriebsleiter, auch bei der KSR in 2017 Auslöser für temporäre Support- und Service-Engpässe. Veränderte Schnittstellen wie z. B. zur Datev oder zu mobile.de, die Umstellungen auf SilverDAT 3 / myClaim und AudaNet 2 hätten nämlich enormen Aufwand in Hotline und Servicetechnik verursacht. Mittlerweile habe man die Situation aber voll im Griff und baue ganz im Sinne der Kunden Knowhow und Personal sukzessive weiter aus. Ein weiterer Trend übrigens, der im vergangenen Jahr zu beobachten war, ergänzte Schuckert, sei die zunehmende Nachfrage nach Vor-Ort-Schulungen, EDV-Beratungsleistungen und Updateservices.

GoBD – es wird ernst

KSR-Geschäftsführer Peter Ringhut nahm sich anschließend eines Themas an, das möglicherweise in seiner ganzen Tragweite noch gar nicht in der Branche angekommen ist. Mit einer Portion Humor, dennoch sachlich fundiert brachte er auf den Punkt, warum K&L-Fachbetriebe die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) heute schon sehr ernst nehmen sollten. Als Vorstufe der Buchhaltung fielen Managementsysteme wie VCS nämlich in den Anwendungsbereich der GoBD und müssten damit einige rechtliche Anforderungen erfüllen. Gute Nachricht für VCS-Anwender dabei: GoBD-konformes Verhalten kann, wie Ringhut demonstrierte, im Managementsystem aktiviert werden, die erforderlichen Verfahrensdokumentationen können bei der KSR angefordert werden.

One System fits it all

Seit jeher ist die KSR der Anbieter eines Managementsystems, das die Daten aller dreier großen Kalkulationsanbieter verarbeiten kann und damit den Anwendern größtmögliche Flexibilität bietet. Hier sei es nach Einschätzung von Matthias Schuckert wichtig, z. B. vor dem Hintergrund der Anforderungen von Schadensteuerern oder des Themas BvDP-Qualicheck, am Ball zu bleiben und zügig auf die jeweils aktuellen Kalkulationssysteme umzusteigen. Seitens KSR verfüge man über die Schnittstellen zu SilverDAT 3 myclaim und AudaNet2 und optimiere diese auch stetig. Das gelte natürlich auch für die Schwacke Schadenkalkulation.

Einfache Teilebeschaffung

Neue Wege geht man mit der offenen Teileplattform PartsLift. Als Mitgründer des Online-Projektes, das im vergangenen Jahr erfolgreich gestartet ist, will die KSR den Werkstattbetrieben eine möglichst einfache und schnelle Teilebeschaffung ermöglichen. „PartsLift macht Schluss mit umständlicher und aufwändiger Teilebestellung“, unterstreich Peter Ringhut. „Wir vereinheitlichen den Bestellvorgang und machen ihn dabei sicherer und hocheffizient. PartsLift wird über eine kostenfreie Schnittstelle direkt aus unserem Managementsystem VCS heraus gestartet und deckt heute schon die Original-Ersatzteile für sämtliche Marken außer Porsche ab“. Dass es dabei auch schon Interesse zur Zusammenarbeit seitens großer Marktplayer wie der Innovation Group, der HUK oder der EUROGARANT gibt, zeige, so Peter Ringhut, dass PartsLift gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Teileproblematik einen echten Mehrwert für die Werkstatt-Betriebe biete.

Spannende Software-Lösungen

Neben dem neuen Software Management Center SMC, das für VCS-Anwender den Aufwand und die Kosten für Updates, Service und Verwaltung reduzieren wird, zeigten die KSR EDV-Profis vor allem mit der Präsentation zweier neuer Produkte Branchenähe. So wird demnächst für kleinere Werkstattbetriebe das Vehicle Easy System, kurz VES zur Verfügung stehen. „Diese kompakte Softwarelösung mit festem Funktionsumfang werden wir auf Mietbasis und in einer weiteren Ausbaustufe als gehosteten Service anbieten“, beschrieb Peter Ringhut das neue System. „Damit sind Kleinbetriebe in der Lage, ohne große Investitionen in eine eigene IT-Infrastruktur auf etablierter Basis zu kalkulieren sowie KVAs und Rechnungen zu schreiben“. Das habe man, ergänzte Vertriebsleiter Matthias Schuckert, als ein Anliegen aus dem Markt aufgenommen und umgesetzt. habe. Ähnliches gelte auch, fuhr KSR-Chef Ringhut weiter fort, für das neue Tool zur Ressourcenplanung und Zeitmanagement, den KSR Easy-Timer. Die Lösung laufe bereits in 20 Werkstätten im Pilotbetrieb und das Feedback der User sei sehr positiv.

MobilWorker startet durch

Natürlich werde man auch die Erfolgsstory des MobileWorker in 2018 fortschreiben. Hier sei man auf dem besten Wege, die produktiven Mitarbeiter im Werkstattbetrieb komplett papierlos arbeiten zu lassen. Gerade integriere man die Zeiterfassung und weitere wichtige Qualitätsabfragen. Darüber hinaus sei demnächst auch die Organisation einer Bearbeitungsliste für einen Mitarbeiter im MobileWorker möglich, merkte der KSR Entwicklungschef nicht ohne Stolz an.
Mit einem weiteren Novum warteten Ringhut und Schuckert zum Abschluss der jeweiligen Lokaltermine auf. So stehe es für 2018 auch auf der KSR Agenda, die Anwender intensiv in die Weiterentwicklung des KSR-Lösungen miteinzubeziehen. Dazu plane man, wie Matthias Schuckert ankündigte, einen Kundenbeirat mit circa 20 Reparaturbetrieben unterschiedlicher Größe und Ausrichtung ins Leben zu rufen. Im KSR-Kundenbeirat werde man dann geplante Erweiterungen aktiv mit den Praktikern aus den Werkstätten diskutieren und abstimmen. Damit werde man, zeigte sich Schuckert sicher, durch noch mehr Qualität eine Win-Win-Situation schaffen. Er lade schon einmal alle Anwender ein, die Interesse an der Mitarbeit in einem solchen Gremium hätten, sich bei ihm zu melden.

Positives Teilnehmer-Feedback

In den abschließenden Gesprächsrunden erklärten sich spontan erste Firmeninhaber/innen oder leitende Angestellte bereit, im KSR-Kundenbeirat mitzuwirken. Auch die präsentierten Themen der Lokaltermine stießen auf großes Interesse und so mancher Anwender hätte den MobilWorker oder den EasyTimer am liebsten gleich vom Lokaltermin in den heimischen Betrieb mitgenommen.