Den Farbton managen

Hightech im Mischraum sorgt für sichere Prozesse

Quelle: Nexa Autocolor

Eine der wichtigsten Aufgaben im Lackierfachbetrieb ist es, den richtigen Farbton für die Reparatur zu ermitteln und für die Lackierung bereitzustellen. Dies erfolgt in und um den Farbmischraum, der einen zentralen Ort im Lackierfachbetrieb darstellt und mit unterschiedlichsten Materialien und Equipment rund um das Thema „Farbton“ ausgestattet ist.
Um optimale Lackierergebnisse zu erzielen, muss jeder Farbmischraum als Arbeitsplatz natürlich ein Mindestmaß an Ausstattung, wie z. B. Lackmischsystem, Mischcomputer, Farbtondokumentation, aber auch die korrekte Beleuchtung haben. Natürlich müssen aber auch die gesetzlichen Anforderungen Sicherheitskriterien wie z. B. Belüftung, Auffangwannen etc. erfüllt werden. Gleichzeitig muss der Mischraum perfekte Arbeitsbedingungen und eine sichere Basis bieten, um die hoch entwickelten Lackmischsysteme immer konstant und optimal zu lagern (bei
20 °C bis 23 °C).
Dies sind Grundvoraussetzungen, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der eingesetzten Materialen und somit Endergebnisse nach dem Lackieren haben. Der Aufbau und das installierte Equipment sind dabei für effektive und sichere Prozesse heute entscheidender denn je, denn die Anzahl der Serienfarbtöne und deren Varianten nimmt stetig zu. Dies stellt eine zunehmende Herausforderung für den Lackierfachbetrieb dar und erfordert somit ein optimal aufeinander abgestimmtes und ganzheitliches Farbton-Management-Konzept.
Prozesse trennen
Nexa Autocolor aus Hilden hat Tipps ausgearbeitet und zeigt, wie ein ganzheitliches Farbton-Management-Konzept effektive Prozesse im Betrieb ermöglicht und somit maßgeblich zum positiven Geschäftsergebnis beiträgt.
„Um effektive Prozesse zu ermöglichen, empfehlen wir zunächst grundsätzlich die Wege zwischen den Stationen so kurz wie möglich zu halten“, so Arek Fiedorowicz, Produktmanager Nexa Autocolor. „Häufig ist es sinnvoll, den Prozess des Anmischens den unterschiedlichen Aufgabenbereichen Lackiervorbereitung und Decklackierung klar zuzuordnen. Damit wird es auch sinnvolm, eine räumliche Trennung vorzunehmen: Der Arbeitsplatz zum Anmischen von Grundierungen und Füllern sollte in der Nähe der Vorbereitungsplätze sein, der Farbmischraum zur Bereitstellung von Basis-, Deck- und Klarlacken dagegen in unmittelbarer Nähe der Lackierkabine.“
Für die optimale Ausstattung der Mischräume bietet Nexa Autocolor ein umfassendes System von aufeinander abgestimmten Komponenten. „Der Grund-Baustein für die Pkw-Lackierung ist das Wasserbasislacksystem Aquabase Plus mit original lackierten Farbtonpaspeln“, erläutert Arek Fiedorowicz. „Darüber hinaus ergänzt das elektronische Farbtonmessgerät RapidMatch X-5 mit Fünf-Winkel-Messtechnologie optional das Farbtonfindungs-Konzept.“
Paspeln plus Messgerät
Die Kombination von RapidMatch X-5 und den original lackierten Aquabase Plus Farbton-Paspeln ermöglicht den effektivsten Weg der Farbton- und Variantenbestimmung. Mit Hilfe von RapidMatch X-5 soll dabei der Farbton zunächst messtechnisch ermittelt werden. Bei Bedarf kann er zusätzlich optisch mit den original lackierten Aquabase Plus-Paspeln vom Lackierer überprüft werden. „Die Kombination von elektronischer Farbtonidentifizierung, gekoppelt mit dem optischen Vergleich des erfahrenen Lackierer-Auges bietet in Summe ein optimales Farbtonergebnis für die Reparatur“, erklärt Dirk Dey, Leiter des Nexa Autocolor-Farbtonlabors in Hilden. Zunehmend Anklang findet auch die Verknüpfung PaintManager IT mit dem Internet. Sie liefert den Nexa-Partnern online und automatisch alle aktuellen Farbtonrezepturen direkt in den Mischraum und stellt sicher, dass der Lackierer immer über die neuesten Rezepturen des Hildener Farbtonlabors in seinem Betrieb verfügt.
Vollautomatisch
Für Furore gesorgt hat das neueste Farbton-Managementkonzept für Aquabase Plus: Daisy Wheel von Fillon Technologies. Die weltweit erste vollautomatische Mischmaschine beinhaltet alle Aquabase Plus-Mischlacke und ermöglicht seit Oktober 2013, erstmals die Ausmischung aller Farbtöne für die Reparaturlackierung auf Knopfdruck.
„Die Vorteile lagen auf der Hand: Zum einen erhält der Lackierer die perfekt ausgemischte Formel und zum anderen kann er während des Mischvorganges andere Aufgaben übernehmen. Dies bringt eine Steigerung der Effektivität und gleichzeitig eine deutliche Optimierung der Prozesssicherheit im Werkstattablauf“, so Arek Fiedorowicz weiter. Effektivität im betrieblichen Ablauf hat im Zuge von sinkenden Stundenverrechnungssätzen einen enormen Stellenwert erhalten und sichere Prozesse sind heute wichtiger denn je, denn „Ratings“ durch Schadensteuerer und Versicherer gehören heute in vielen Betrieben zum Tagesgeschäft.
Ein weiteres Gerät ergänzt den Mischprozess optimal: der RotoGen 1000 von Collomix. Das relativ kleine Gerät stellt durch eine exzentrische Bewegung des Mischbechers sicher, dass jeder Mischlacktropfen des eingewogen Farbtones auch wirklich homogen in der Ausmischung verrührt wird. „Auch dies ist ein kleines, aber ausschlaggebendes Detail, wenn es um die optimale Farbtongenauigkeit und sichere Prozesse in der Reparatur geht, denn jeder Tropfen zählt, wenn der Farbton exakt getroffen werden muss“, erklärt Arek Fiedorowicz.
Lagermanagement mit System
Damit der Arbeitsablauf ganzheitlich ohne Unterbrechungen erfolgen kann, bietet Nexa Autocolor zudem auch ein umfassendes Lagermanagement-System für seine Lackprodukte und sämtliche Lack-Zubehörartikel, wie z.B. Schleifmittel, Mischbecher usw. an.
Mit easyStore gehört der Kontrollgang im Materiallager der Vergangenheit an. Mittels mobiler Barcode-Scanner können alle Materialein und -ausgänge aus dem Lacklager einfach erfasst werden. Wenn Mindestbestände im Materiallager unterschritten werden, wird der jeweilige Artikel automatisch in einer Bestellliste aufgeführt. Die vorgeschlagene Materialbestellung kann im Anschluss bei Bedarf angepasst werden und wird einfach per E-Mail an die Nexa Autocolor-Niederlassung gesendet.
Falls gewünscht, kann die Bestandsführung auch von der Nexa Autocolor Niederlassung übernommen werden und verbrauchtes Material wird automatisch und kontinuierlich nachgeliefert. Arek Fiedorowicz: „Das Konzept
easyStore ist ein weiterer Baustein, der es unseren Partnern ermöglicht, sich auf das Wesentliche im Tagesgeschäft zu konzentrieren und somit profitabel zu arbeiten.“