Beilackierung: Möglichkeiten und Grenzen

Institut für Fahrzeuglackierung beschreibt den Stand der Technik bei der Farbtonangleichung

Farbe entsteht im Kopf, ausgelöst durch Reize der lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut. Da das individuelle Sehvermögen der Menschen voneinander abweicht, kommt es zu unterschiedlichen Wahrnehmungen. Verschiedene Personen nehmen deshalb Farbe geringfügig anders war. Farbtonunterschiede werden somit entweder überhaupt nicht bzw. mehr oder weniger wahrgenommen. Sichtbare und nur unter bestimmten Bedingungen sichtbare Farb- und Effektabweichungen zwischen bestehenden und erneuerten Lackflächen können auch mit modernster Technik und optimalen Reparaturverfahren nicht ausgeschlossen werden. Nach den „Richtlinien zur Beurteilung von Farbübereinstimmungen und Farbabweichungen“ (BFS-Merkblatt Nr. 25 [2]) ist Farbgleichheit bei Reparaturen der Lackierung (Nachlackierung, Ausbesserung) nicht realisierbar. Im Abschnitt 4.1 wird darin ausgeführt: „Solange nicht derselbe Beschichtungsstoff auf gleichartigem Untergrund und dieselbe Applikationstechnik bei vergleichbaren klimatischen Bedingungen eingesetzt werden, sind Farbabweichungen unvermeidbar.“

In den letzten Jahren ist die Farb- und Effektzusammensetzung der Decklacke in der Kraftfahrzeuglackierung immer komplexer geworden (Farb-Flop- und Hell-Dunkeleffekte, vielfältige Oberflächenbehandlungen der Metallpigmente, Perlglanz- bzw. Interferenzpigmente in den verschiedensten Farbvarianten und Kombinationen). Der Lackierfachmann kann diese Farben und Effekte in der Reparaturlackierung nicht oder nur mit erheblichem Zeitaufwand, zum großen Teil nur mit experimentellem Aufwand innerhalb der zuvor beschriebenen Grenzen nachstellen. Dem Lackierfachmann steht in der Reparaturlackierung kein Lacklabor zur Verfügung. Immer häufiger misslingt eine zufriedenstellende Nachstellung des Farbtones und/oder des Effekts der Lackierung. Die Fehlermöglichkeiten haben sich vervielfacht. Die Decklacke in der OEM-Lackierung bestehen zum Teil aus Pigmenten/Pigmentgemischen, die dem Reparaturlackierbetrieb nicht zu Verfügung stehen. Auch die sonstigen Lackbestandteile des Reparaturlackes können chemisch vom vorhandenen Originallack des Fahrzeugs abweichen.
Farbtonmessgeräte können nur begrenzt hilfreich sein. Die Messgeräte werden eingesetzt, wenn kein Farbcode aufzufinden ist. Die mit dem Messergebnis ausgemischte Farbe weicht in der Regel, je nach gemessener Farbe, mehr oder weniger vom gemessenen Farbton ab (siehe auch [3]).
Somit ergeben sich die Rahmenbedingungen für den Lackierfachmann als komplexes Zusammenspiel von sehr vielen beeinflussbaren und nicht zu beeinflussenden Faktoren. Bezüglich der Angleichung von Farbe und Effekt ist das Lackierergebnis von den vorgegebenen Materialien und Verfahren abhängig. Kostengünstig für den Kunden können störende Farb- und Effektabweichungen zwischen vorhandener Lackierung und Reparaturlackierung durch Beilackieren beseitigt werden. Die verbliebenen Abweichungen sind vom Kunden nicht mehr oder nur unter bestimmten Beobachtungsbedingungen geringfügig wahrnehmbar.
Rechtliche Vorgaben
Der Geschädigte in einem Haftpflichtschaden wie auch der Versicherungsnehmer, der einen Kaskoversicherungsvertrag abgeschlossen hat, hat Anspruch darauf, dass die Reparatur sach- und fachgerecht durchgeführt wird.
Grundsätzlich haben sowohl der Geschädigte wie auch der Versicherungsnehmer Anspruch darauf, dass durch die Reparatur der Zustand wiederhergestellt wird, der vor dem Schadenereignis bestanden hat. Das heißt, dass ein Anspruch besteht auf Reparaturdurchführungen in einer Qualität, die Farbtonunterschiede ausschließt. Insoweit ist beispielsweise eine Beilackierung angrenzender Teile erforderlich, wenn objektiv nur so ausgeschlossen werden kann, dass sichtbare Farbtonunterschiede verbleiben.
Dies gilt bei einem unverschuldeten Unfall uneingeschränkt. Beim Kaskoschaden ist zu prüfen, ob im Versicherungsvertrag (AKB) Einschränkungen oder Ausschlüsse bei der sach- und fachgerechten Reparatur explizit geregelt sind (z.B. Ausschluss von Beilackierarbeiten).
Ursachen für Farbabweichungen
Verfahrensbedingte Ursachen:
  • Verschiedene Applikationsverfahren (z. B. Spritzpistole, Esta-Glocke), Technologien (auch Pulverllackbeschichtung), Anlagen und Standards. Die Roboterspritztechnik führt z. B. dazu, dass an Neufahrzeugen bis zu sieben Farbnuancen am Fahrzeug vorhanden sein können (von vorne bis hinten und von unten bis oben). Abweichende Farbnuancen sind hauptsächlich auf unterschiedliche Schichtstärken des Basislackes zurückzuführen (Füllerschicht scheint mehr oder weniger durch den Basislack).
  • Takt- und Unterbrechungszeit (Pausen, Störungen, Schichtende) abhängige Ablüftzeiten.
  • Anlagenabhängiges Verarbeitungsklima (Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit)
  • Schwankungen des Luftdruckes in der Druckluftanlage.
  • Veränderung oder Verschmutzung des Lackmaterials in der Ringleitung.
  • Unterschiedliche Reparaturlackierpistolen z. B. „HVLP, RP, TransTech“, herkömmliche Technik, herstellerbedingt abweichende konstruktive Geometrie der Lackierpistolen, unterschiedliche Düsengrößen und Lackierpistolengrößen
  • Unterschiedliche Produktionsstandorte
  • Bandgeschwindigkeit
Materialbedingte Ursachen:
  • HS-, MS- und herkömmliches Lackmaterial, als wasserverdünnbarer oder lösemittelverdünnbarer Lack oder als Pulverlackmaterial.
  • Unterschiedliche Hersteller haben abweichende Rezepte (Lackchemie) beim Basis- und Decklack. Es kommt z. B. dadurch bei Klarlacken zu abweichenden Lichtbrechungswinkeln.
  • Jede Charge kann mit anderen Pigmenten hergestellt sein (z. B. können Grüntöne aus grünen Pigmenten oder aus einer Mischung aus gelben und blauen Pigmenten hergestellt werden, die Qualität der Pigmente kann besonders bei den aus der Natur abgebauten Materialien stark abweichen).
  • Materialien der Effektgeber (Pigmente auf Basis von Flüssigkristallen, Metallflakes, Perlglanzpigmente, Interferenzpigmente)
  • Unterschiedliche Oberflächenbehandlung, Größe, Form, usw. der Effektgeber
  • Materialbedingte Ausrichtung der Effektgeber im Lackfilm.
  • Materialbedingte Ablüftzeiten
  • Die Anzahl der Lackschichten, z. B. kann bei dreischichtiger Neuwagenlackierung vom Lackhersteller eine 2-Schicht Reparaturlackierung vorgeschrieben sein.
  • Farbe des Untergrunds (blau, schwarz, weiß …)
  • Freigabefenster der Chargen
  • Ein abweichender Farbton der Grundierung oder des Füllers führt im Reparaturfall zu höheren Schichtdicken, um den Fleck unsichtbar abzudecken.
Korrektur bedingt möglich
Der Lackierfachmann kann Farbe und Effekt der Lackierung in Grenzen beeinflussen durch:
  • Einstellung der Spritzgeräte.
  • Abweichende Ablüftzeiten (Anwenderabhängig)
  • Pistolenabstand zum Objekt
  • Trockenschichtdicke des Lackmaterials
  • Applikationsbedingte Ausrichtung der Effektgeber
  • Auswahl des Härters (normal, schnell, langsam)
  • Anteil des Verdünners
  • Applikationstechnik (anders als bei Serienlackierung)
  • Eigenes Wohlbefinden, Tagesform und Stressfaktoren.
Das Lackierergebnis ist auch abhängig vom Klima bei der Verarbeitung. So spielen Lufttemperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle.
Bestimmte, in der Regel großflächige Oberflächendefekte, sind im Falle einer notwendigen Reparatur auf begrenzter Fläche nicht nachstellbar. Dazu gehören:
  • Oberflächenabtragungen, die durch Gebrauch entstanden sind (besonders kritisch bei Mattlacken).
  • Oberflächenkratzer
  • Auskreidung
  • Pigmentveränderungen z. B. durch das UV-Licht der Sonne.
  • Oberflächenanätzungen durch alkalische oder sauere Chemikalien
  • Nicht deckende OEM-Lackierungen durch materialsparende Fertigungsverfahren (gegebenenfalls Lackierung ohne Füller = integrierter Lackierprozess). Der im Farbton der Decklackierung eingefärbte Füller scheint dann durch die Decklackschicht. In der Reparaturlackierung lässt sich mit der Spritzpistole von Hand die von Spritzrobotern im Werk erstellte Lackierung nicht nachstellen. Die überwiegende Mehrheit der Fahrzeuge der aktuellen Generation wurde in der OEM-Lackierung materialsparend lackiert. Der Betrachter der Lackierung kann die Abweichung zwischen unterschiedlich deckenden lasierenden Lackierungen insbesondere dann deutlich erkennen, wenn auf Kante lackiert wird.
Arbeits- und Lackierverfahren
Bei Farb- und/oder Effektabweichungen zwischen bestehenden und erneuerten Lackflächen ist das Nachtönen immer anzuwenden, um bestehende Abweichungen zu minimieren. Zusätzlich können durch eine veränderte Spritztechnik Farbe und Effekt beeinflusst werden. Durch einen Vergleich mit einem Farbmuster, das mit dem angemischten Reparaturlack angefertigt wurde, kann der Lackierfachmann beurteilen, welche der folgenden Verfahren anzuwenden sind, um den Zustand wiederherzustellen, der vor dem Schadenereignis bestanden hat.
A) Lackieren auf Kante
1) Gute Erfolgsaussichten beim Lackieren auf Kante:
Je nach eingesetztem Reparaturlack (von der Lackchemie abhängig) bei der 1-Schichtlackierung und bei vielen Unifarben in der 2-Schichtlackierung. Vorausgesetzt wird eine deckende OEM-Lackierung. Bei Karosserieteilen, die durch Abgrenzungen (Fenster, Leisten, Zierprofile, abweichende Farben) von der übrigen Karosseriefläche getrennt sind und/oder sich der Beobachtungswinkel (z. B. horizontal und vertikal) zwischen reparaturlackiertem und benachbartem Karosserieteil ändert. Bei Stoßfängern, die vor dem Schadensereignis im Farbton deutlich erkennbar vom Karosseriefarbton abgewichen sind.
2) Begrenzte Erfolgsaussichten beim Lackieren auf Kante:
Bei einfachen Effektfarben in der 2-Schichtlackierung: Vorausgesetzt wird eine deckende OEM-Lackierung. Zu den einfachen Effektfarben gehören nach einer von der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL) und einer vom Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V. (BVSK) durchgeführten Umfrage (April/März 2012) entsprechende Lacke in dunklen Farbtönen wie z. B. schwarz, dunkelblau und dunkelgrün. Weitere Farbtöne in der 2-Schichtlackierung sind in der Regel in 3) einzuordnen.
3) Beim Lackieren auf Kante sind in der Regel keine zufriedenstellenden Lackierergebnisse erzielbar:
  • Bei großflächigen Oberflächenstörungen, die nicht nachgestellt werden können (siehe oben), Ausnahme: Die angrenzende, nicht neu lackierte Fläche kann durch Polieren an die neu lackierte Fläche optisch angepasst werden.
  • Bei Lackierungen ohne bekannte Farbformel,
  • bei komplexen Effektlacken und Speziallackierungen
  • bei komplexen 3-Schichtlackierungen, störende Metamerieeffekte durch abweichende Lackchemie der OEM- Lackierung und der Reparaturlackierung, nicht reproduzierbarer Reparaturlack (der Lackierer im Reparaturbetrieb hat nur ca. 150 verschiedene Pigmente zur Verfügung, in der OEM-Lackierung werden ca. 250 verschiedene Pigmente eingesetzt usw.)
  • bei extremen Farb- und/oder Effektabweichungen. Hier müssen notfalls ganze Ansichten oder das komplette Fahrzeug lackiert werden.
B) Beilackieren
Beilackieren ist ein Lackierverfahren mit einem Übergang, bei dem der Lack von der vorgeschriebenen Schichtstärke auslaufend in die angrenzende Fläche hinein lackiert wird. Zur Anpassung des Farbtons und Effektes wird bei der 2- und 3-Schichtlackierung der Vor- und Basislack über die eigentliche Schadstelle (Beilackieren im Teil oder ins angrenzende Teil) oder über das Neuteil (Beilackieren ins angrenzende Teil) hinaus, auslaufend lackiert. Die gesamten betroffenen Teile werden dann mit Klarlack beschichtet (Ausnahme: Übergang der C-Säule zum Dach, wenn keine Abgrenzung vorhanden ist und Spot-Lackierungen). Für das menschliche Auge sind dann geringe Farbabweichungen nicht mehr oder nur unter bestimmten Beobachtungsbedingungen geringfügig wahrnehmbar. Die Vorgehensweise beim Beilackieren ist in den Technischen Merkblättern, Technischen Informationen, Hersteller-Richtlinien usw. der Lackhersteller beschrieben.
Laut einer Umfrage der BFL und des BVSK im Jahr 2012 werden bei über 80 Prozent der Aufträge an Neuteilen angrenzende Teile zum Farbangleich beilackiert. Dies trifft auch dann zu, wenn der Schaden am Rand oder dicht am Rand eines Karosserieteils liegt. Die notwendigen Beilackierungen werden laut Umfrage im gleichen Umfang, im Haftpflichtfall wie auch im Kaskofall durchgeführt, oft ohne Bezahlung, wenn die Kaskoversicherung die Kostenübernahme verweigert.
C) Klarlackierung (Top Coat)
Die unterschiedliche Lichtbrechung (sogenannter Lupeneffekt) der Klarlacke ist auf den beilackierten Teilen nach den Richtlinien der Lackhersteller auszugleichen. Notfalls ist ein weiteres Teil mit Klarlack zu beschichten oder die restlichen Teile der gesamten Partie sind mit Klarlack zu lackieren. Der Lupeneffekt resultiert aus unterschiedlichen Lichtbrechungen (Lichtbrechungswinkeln) von Klarlackschichten unterschiedlicher Dicke und/oder den abweichenden Bestandteilen (Lackchemie) des Klarlacks der vorhandenen Lackierung im Vergleich zur Reparaturlackierung. Bei eingefärbten Klarlacken als Decklackschicht wird die eingefärbte Klarlackschicht in eine frisch aufgetragene transparente Klarlackschicht beilackiert. Die Vorgehensweise ist in den Technischen Merkblättern, Technischen Informationen, Hersteller-Richtlinien usw. der Lackhersteller beschrieben.
D) Ganz- und Partielackierungen
Durch eine Ganzlackierung oder Partielackierungen können optische Abweichungen ausgeschlossen werden. Anzuwenden ist diese Methode bei Bedarf bei Mattlacken oder nicht nachzustellenden Lackierungen.
E) Angleichen durch Polieren
Auf angrenzende nicht lackierte Teile werden zur Oberflächenanpassung die verschmutzten, abgenutzten oder verwitterten Lackoberflächen poliert.
Farbabweichung nach Norm
estimmte Normen beschreiben Farbtoleranzen, die nicht überschritten werden sollen. Sie werden zur Definition der Lieferqualität als Vertragsgrundlage verwendet. Dazu gehären:
  • die DIN-Norm 6175–1, Farbtoleranzen für Automobillackierungen, Teil 1: Unilackierungen, Ausgabedatum: 2009–07 sowie
  • die DIN-Norm 6175–2, Farbtoleranzen für Automobillackierungen, Teil 2: Effektlackierungen, Ausgabedatum: 2001–03
Der Teil 2 der Norm schließt die Anwendung für Effektlackierungen aus, die ihre Farbe je nach Blickwinkel extrem ändern.
Selbst bei Einhaltung der in diesen Normen als zulässig bestimmten Farbabweichungen können je nach Farbton und Effekt sichtbare Farbabweichungen resultieren, die für den Kunden nicht zumutbar sind.
Auch wenn die mit speziellen Messgeräten gemessene und berechnete Farbabweichung die Normvorgabe einhält, ist die visuelle Abmusterung durch den Lackierfachmann unverzichtbar. Er entscheidet über die Freigabe. Damit ergibt sich, dass die Anforderungen der benannten DIN-Normen in der Reparaturlackierung als Abnahmekriterien nicht vom Kunden akzeptiert werden müssen.
Literatur
[1] Lackmerkblatt in der Fassung vom 29.4.2008, abgedruckt in der Eurotax Schwacke Liste Lackierung. Abrufbar unter www.farbe.de. Das Lackmerkblatt wird von der deutschen Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung getragen.
[2] BFS-Merkblatt Nr. 25 – Richtlinien zur Beurteilung von Farbübereinstimmungen und Farbabweichungen, Stand August 2003, Bezug: Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz, Gräfstraße 79, 60435 Frankfurt.
[3] Veröffentlichung des Intituts für Fahrzeuglackierung „007900, Farbtonbestimmung mit Hilfe von Farbtonmessgeräten im Fahrzeuglackierbetrieb“.

Das IFL informiert
Diese Information zum Stand der Technik wurde vom Institut für Fahrzeuglackierung (IFL) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Fahrzeuglackierung im Maler- und Lackiererhandwerk, der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL) und Gesellschaft für Fahrzeuglackierung (GFL) im Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz sowie dem Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V. (BVSK) erstellt.
Mit dieser Information werden die Möglichkeiten und Grenzen von Optimierungsmethoden zur Minimierung von sichtbaren Abweichungen zwischen bestehenden und erneuerten Lackflächen im Bereich der Kraftfahrzeuglackierung aufgezeigt. Werden Optimierungsmethoden nach dem aktuellen Stand der Technik genutzt, können sichtbare Abweichungen auf ein Minimum reduziert werden. Die verbleibenden geringfügigen Abweichungen werden vom menschlichen Auge gegebenenfalls nur in Abhängigkeit von den Beobachtungsbedingungen (u. a. Blickwinkel, Beleuchtung bzw. Belichtung) wahrgenommen. In dieser Information wird die fachgerechte Verarbeitung von Reparaturmaterialien der Fahrzeuglackierung vorausgesetzt. Die fachgerechte Verarbeitung ist abhängig vom zu bearbeitenden Untergrund und dem zu verarbeitenden Reparaturmaterial und wird vom Fahrzeughersteller und dem Lacklieferanten in den Technischen Merkblättern, Technischen Informationen, Hersteller-Richtlinien usw. vorgegeben. Die Lackierverfahren sind im Lackmerkblatt [1] beschrieben.