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Hagienisches Lack-Additiv: Schutz vor Bakterien und Viren

Additiv gegen Bakterien
Beschichtung als Schutzschild

Ein von Lechler Coatings entwickeltes Additiv sorgt für Schutz vor Bakterien auf Oberflächen.

Unter dem Einfluss von Covid 19 rücken die hygienische Eigenschaften von Oberflächen immer mehr in den Fokus Die Reduzierung von Bakterien auf Oberflächen ist dabei eine besonders wichtige Komponente. Lackhersteller Lechler präsentiert nun mit SILVER-GUARD ein Additiv auf Basis der Silberionentechnologie, das in alle lösemittelhaltigen und wasserbasierten Binder von Lechler beim Anmischen hinzugefügt werden kann. Der nach dem Lackierprozess entstehende Lackfilm bietet im getrockneten Zustand eine langanhaltende Resistenz gegen Bakterienstämme, wie Escherichia, Coli und Staphylococcus-Aureus. Die Silberionen werden fest in den Lackfilm eingebettet und behalten ihre Wirkung, solange die Lackoberfläche nicht beschädigt wird. Auch Reinigungsmittel sowie technische Eigenschaften der Lackoberflächen und spezifische Qualitäten beeinträchtigen oder reduzieren die Wirkung nicht.

Vielseitig anwendbar

Die SILVER-GUARD-Additive 09400 SB (für lösemittelbasierte Systeme) und 09402 WB (für wasserbasierte Systeme) können in Verbindung mit den Bindern von Lechsys, Lechsys Effect, Lechsys Hydro und in Klarlacken verwendet werden.

Anwendungsgebiete sind:

  • Stark frequentierte Umgebungen: Kliniken, Arztpraxen, Bahnhöfe, Flughäfen, Theater, Fitnessstudios, Konzerthallen, Einkaufzentren,
    öffentliche Toiletten, Kinos, Freizeitparks, Restaurants, Hotels, Banken & Bankschalter, Schwimmbäder, Wellnessbereiche sowie öffentliche Verkehrsmittel,
  • architektonische-Elemente: Geländer, Zäune, Empfangstresen,
  • Lackoberflächen im allgemeinen Industriegeschäft: Automotive, Car-
    sharing, Sportindustrie, Modeindustrie, Schreibwaren und Gegenstände des täglichen Bedarfs mit hohem Risiko für Bakterienwucherung.

Das Additiv wird dem gewünschten
Basisprodukt sorgfältig untergemischt und homogenisiert. Die Vorbereitung und Applikation der Produkte nach dem Additivzusatz erfolgt entsprechend den jeweiligen technischen Merkblättern der Lacksysteme. mr■

www.lechler.eu


Michael Geppert: „Viele Lackierbetriebe, die sich nicht ausschließlich auf das klassische Reparaturgeschäft konzentrieren, zeigten sich extrem interessiert.“ (Fotos: Lechler Coatings))

„Die Kunden werden bei diesem Produkt kreativ“

Über praktische Einsatzmöglichkeiten und erste Reaktionen aus dem Markt sprachen wir mit Michael Geppert, Business Development Manager Lechler Coatings GmbH.

Herr Geppert, mit Silver Guard präsentiert Lechler Coatings ein für Lackierer sehr ungewöhnliches Produkt. Wie würden Sie die Einsatzmöglichkeiten beschreiben – jetzt und „nach Corona“?

Michael Geppert: Es liegt auf der Hand, dass solange Corona andauert, antibakterielle Oberflächen eine wertvolle Hilfe im Kampf gegen die Pandemie darstellen. Der Erfolg oder ein Nebeneffekt der „Coronamaßnahmen“, vom Mundschutz bis zur Desinfenktion von Oberflächen, liegt aber auch darin, das Bewusstsein für Hygienemaßnahmen zu schärfen – und das mit Erfolg. Es wurde ja festgestellt, dass abseits von Corona zahlreiche Infektionskrankheiten durch solche Maßnahmen dramatisch zurückgegangen sind. Dies dürfte in den Köpfen hängen bleiben.

Welches Echo haben Sie denn aus dem Markt für Silver Guard erhalten?

Michael Geppert: Viele Lackierbetriebe, die sich nicht ausschließlich auf das klassische Reparaturgeschäft konzentrieren, zeigten sich extrem interessiert. Manche unserer Kunden lackieren zum Beispiel für öffentliche Verkehrsbetriebe. Hier ist eine Beschichtung, die eine dauerhafte Bekterienresistenz aufweist, nicht nur eine sichere, sondern auch eine kostensparende Lösung, die große Mengen an Desinfektionsmittel ersetzen kann. Türgriffe, Interieurbeschichtungen, Halteleisten, Möbel für öffentliche Gebäude – hier liefert ein Produkt wie Silver Guard dauerhaften Schutz – nämlich solange, wie die Beschichtung erhalten bleibt.

Das heißt, auch Ihre klassischen Kunden haben durchaus Verwendung?

Michael Geppert: Absolut; es ist spannend zu sehen, wie die Kunden bei diesem Produkt kreativ werden. Manche schreiben Kindergärten, Schulen, Kommunen an. Ein Betrieb lackiert Leihfahrräder und hat das Produkt schon fest integriert. Andere Lackierbetriebe sehen in der Gastronomie eine Chance, wo es Tresen, Außenmöbel zu beschichten gibt. Gerade jetzt, wo die normalen Geschäfte schleppend laufen, ist so eine Dienstleistung auch eine Chance, sich als Betrieb einmal wieder ins Gespräch zu bringen.

Was muss man denn technisch beim Einsatz von Silver Guard beachten?

Michael Geppert: Fast nichts; es handelt sich um einen farblosen Einstellzusatz, von dem bei wässrigen Produkten vier Prozent, bei Lösemittelprodukten lediglich zwei Prozent zur spritzfertigen Mischung, in der Regel zum Klarlack, hinzugegeben werden. Applikation und Trocknung sind identisch zur Verarbeitung des jeweiligen Produkts. Genau das macht für Anwender den Charme von Silver Guard aus. mr■

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