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Investieren, um zu sparen: Energiespartechnik in der Lackierbranche

Energiespartechnik in der Lackierbranche
Investieren, um zu sparen

Steigende Energiekosten und die CO2-Steuer zwingen viele Lackierbetriebe zum Handeln. Die gute Nachricht: Noch nie wurden Investitionen in Energiespartechnik so hoch gefördert.

Zum Jahresbeginn 2021 trat die CO2-Steuer in Kraft. Diese Maßnahme soll den Umstieg auf erneuerbare Energien beschleunigen. Seitdem müssen Betriebe mit fossilem Brennstoffverbrauch eine „Strafgebühr“ je verursachter Tonne CO2 bezahlen. Dieser Betrag steigt bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2. Insbesondere Lackieranlagen haben einen hohen Energieverbrauch und verursachen demzufolge einen überdurchschnittlichen CO2-Ausstoß. „Eine durchschnittliche Lackieranlage verursacht im Ein-Schicht Betrieb rund 90 Tonnen CO2 pro Jahr“ so Dieter Quast, Geschäftsführer der Firma Quast Lackieranlagen-Technik. „Den Betrieben entstehen durch die CO2-Steuer damit zusätzliche Kosten von circa 3.000 Euro, die bis 2025 noch auf rund 8.000 Euro ansteigen werden“. Dazu kommen überproportional gestiegene Energiekosten.

„Durch Energiekosten, CO2-Steuer und dem erheblichen Wettbewerbsdruck sind jetzt viele Lackierbetriebe gefordert, Maßnahmen zu ergreifen“ ist Dieter Quast überzeugt.

Mit Förderung gegensteuern

Zum Glück steuert der Staat mit dem Bundes-Förderprogramm „Energie- und Ressourcen-Effizienz in der Wirtschaft (EWW)“ dieser Entwicklung mit großzügigen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören investive Maßnahmen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Prozessen, zum Beispiel Lackieranlagen-Technik. Jede eingesparte Tonne CO2 wird für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit 900,00 € gefördert.

Bis 40 Prozent Investitions-Zuschuss

Die interessierten Unternehmen haben die Möglichkeit zwischen einem direkten Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA oder einem Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. „Insgesamt beläuft sich die Förderung bei einer Modernisierung auf rund 40 Prozent der Investitionssumme“ so Dieter Quast. „Durch die Einbeziehung der Fördermittel ergibt sich in jedem Falle eine außerordentlich kurze Amortisationszeit von zwei bis drei Jahren“ erklärt Josef Schröder, Energieberater und Geschäftsführer der Firma e.Solutions. „Je nach Umfang der Modernisierung lassen sich so bis zu
67 Prozent der Energiekosten sparen.“

Wie kommt man an die Förderung?

Die Anfrage erfolgt unter info@lackieranlagen-technik.com. Nach einem vor-Ort-Termin mit Besichtigung der bestehenden Lackieranlagen-Technik und dem Gespräch über Planungen/Durchgänge/Lackierverhalten erhält der Betrieb einen Modernisierungsvorschlag mit entsprechendem Angebot. Zum Angebot wird vom Energieberater Josef Schröder zudem eine Einspar- und Fördermittelberechnung auf Basis der jeweiligen Energiekosten erstellt. Beide Dienstleistungen sind kostenlos. Josef Schröder von schroeder e.solutions übernimmt auf Wusch die Erstellung des Einsparkonzeptes und den BAFA-Antrag bis zur Fördermittel-Freigabe. Diese Leistung lässt sich ebenfalls fördern. „Vor der Freigabe der Förderung darf man keine Aufträge erteilen, auch wenn es bis zum Bewilligungsbescheid mitunter acht bis zehn Wochen dauert“, erklärt Josef Schröder. „Dieser Zeitraum lässt sich jedoch in Verbindung mit einem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn auf 14 Tage beschleunigen“.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Das Förderprogramm EEW läuft noch bis zum 31.12.2022, das heißt der BAFA-Antrag muss bis zu diesem Zeitpunkt gestellt sein. Die technische Umsetzung und Inbetriebnahme muss dann innerhalb von 24 Monaten nach Eingang des Bewilligungsbescheid erfolgen. Dabei kooperieren Dieter Quast und Josef Schröder mit der DURST Lackieranlagen GmbH in Saalfeld. „Insgesamt war die Notwendigkeit für eine Modernisierung nie größer als jetzt“, resümiert Dieter Quast. „Allerdings war auch der Zeitpunkt noch nie so günstig.“ ■

www.lackieranlagen-technik.com


Dieter Quast: „Durch Energiekosten, CO2- Steuer und erheblichen Wettbewerbsdruck sind jetzt viele Lackierbetriebe gefordert, Maßnahmen zu ergreifen.“ (Foto: Quast Lackieranlagen-Technik)

Spezialisiert auf Modernisierung

Die Firma Quast Lackieranlagen-Technik befasst sich seit Jahren mit der Modernisierung und Erweiterung von bestehenden Lackieranlagen. Das Ergebnis ist eine erhebliche Energieeinsparung sowie die Anpassung an aktuelle Normen, die beispielsweise die Luftleistung betreffen können. Zielgruppe sind Lackieranlagenbetreiber aus Maschinenbau, Stahlbau, Fahrzeugbau, Bootsbau und Lohnbeschichtung. In letzter Zeit sind auch verstärkt Projekte bei Fahrzeuglackierern durchgeführt worden.

Um die Lackierbetriebe im „Fördermittel-Dschungel“ nicht allein zu lassen, ist Dieter Quast eine Partnerschaft mit dem Energieberater Josef Schröder von der Firma schroeder e.solutions eingegangen. Dadurch erhält der Betrieb eine genaue Aufstellung über die effektiven Investitionskosten. Technik, Abwicklung, Gewährleistung etc. erfolgen über DURST Lackieranlagen GmbH in Saalfeld.

www.lackieranlagen-technik.com

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