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Gemeinsam stärker

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Gemeinsam stärker

Das ColorMotion-Unternehmerseminar bot aktuelle Themen, Gelegenheit zum persönlichen Austausch und ein faszinierendes Umfeld.

Drei emotionale und lehrreiche Tage in perfektem Umfeld bei bestem Wetter – so lässt sich das Glasurit ColorMotion Unternehmerevent 2021 vom 23. bis zum 25. September in Kurzform beschreiben. Kurze Wege, das faszinierende Umfeld der Münchener Motorworld, Themen auf der Höhe der Zeit und reichlich Gelegenheit zum Austausch untereinander, mit den Referenten und geladenen Gästen prägten die erste größere, persönliche Zusammenkunft seit über eineinhalb Jahren.

Lange war nicht klar ob und wie die Zusammenkunft des Glasurit Netzwerkes ColorMotion unter Pandemiebedingungen überhaupt stattfinden kann. Der Wunsch nach persönlichen Begegnungen war allenthalben zu spüren. Das 20-seitige Programmheft zur Veranstaltung gab im Vorfeld wichtige Informationen zu Referenten und Themen. Erstmals fand das Treffen mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Die vier Geschäftsführer Tobias Brefeld (DACH+), Florian Schäfer (D), Christoph Rieser (A) und Alexander Bru (CH) nutzen die Gelegenheit sich gemeinsam vorzustellen.

Stärken und vernetzen

Die Mitgliedsbetriebe stärken und vernetzen – das ist der Fokus des neu aufgestellten Netzwerkes ColorMotion, das zu Beginn vom Netzwerkleiter Jürgen Book vorgestellt wurde. Die Themen sind aktueller denn je, aber nicht unbedingt komplett neu. Dennoch stellt sich die Frage, wie den kommenden Herausforderungen zu begegnen ist. Das Motto der Veranstaltung „Gemeinsam stärker“ bringt es auf den Punkt: In einer starken Gemeinschaft.

Das Ziel von ColorMotion ist mit den beiden Begriffen „Stärken und Vernetzen“ der Mitgliedsbetriebe gut zusammengefasst. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Unternehmer als Entscheider.

Die neue Struktur von ColorMotion basiert auf vier Säulen:

  • Austausch mit Experten, im Netzwerk, mit BASF,
  • Unterstützung durch das Unterstützer-Netzwerk für das Netzwerk,
  • Weiterentwicklung , persönlich, unternehmerisch, für den Betrieb,
  • Stärkung und Vernetzung der Geschäftssegmente.

Wie das funktioniert, konnte in München gleich eindrucksvoll erlebt werden. Im „Kesselhaus“, dem industriell geprägten Veranstaltungsort, präsentierte sich das „Netzwerk für das Netzwerk“ an zahlreichen Marktständen. Es kam dort zu vielen direkten Kontakten. Zum Beispiel stellte einer der neuen Dienstleister, diagnose-it / Drehmoment, mit dem „Fitnesstest“ ein neues Netzwerkelement vor, das die wesentlichen Kernelemente aus unternehmerischer Sicht in einem Online-Pulscheck abbildet.

Die Themen des Unternehmerevents

„Digitale Transformation in der Gesellschaft und im Automobilsektor“ – so lautete das Thema von Prof. Dr. Wolfgang Henseler. Perfekt und fesselnd beschrieb einer der Pioniere der Digitalisierung mit Lehrstuhl an der Hochschule Pforzheim die Unterschiede von 1.0 bis 5.0 und begründete plausibel mit seiner Spezialität „User Experience“, wie und warum wir fortlaufend Daten von uns preisgeben und welche Transformationen vor allem im Bereich der Mobilität vor uns liegen.

Jens Wagner von BASF Coatings stellte passend dazu die neue digitale, cloudbasierte Plattform für Lackierbetriebe „Refinity“ vor, deren offizielle Einführung am 4.10. stattfand. Abgerundet wurde der Digitalblock mit der Vorstellung der BASF Startups und Anbieter Repairfix (digitale Schadenannahme), PAJOO (www.pajoo.eu Digital Personal finden), UBench (digitales Flottenmanagement) sowie des neuen Netzwerkpartners Mister A.T.Z., der in einem Pilotprojekt zeigte, wie die digitale Aussendarstellung der Netzwerkbetriebe optimiert werden kann.

Nachhaltigkeit im Fokus

Dr. Markus Piepenbrink, Direktor bei BASF Coatings für Nachhaltigkeit und Produktsicherheit führte gekonnt durch das Thema „Nachhaltigkeit“. Er schlug die Brücke von der Weltpolitik bis in den Reparaturbetrieb. Nicht mehr Ressourcen verbrauchen, als mit regenerativen Energieträgern erzeugt werden, ist keine neue Erkenntnis für die Beschreibung des Begriffs Klimaneutralität. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklungen in Industrie und Gesellschaft nimmt allerdings spürbar Fahrt auf und wird in allen Lebensbereichen fundamentale Veränderungen verursachen.Es wurde deutlich dass sich führende Industrieteilnehmer darauf bereits einstellen. Die BASF stellt sich diesen Herausforderungen und Glasurit nimmt mit seinen nachhaltigen Lösungen eine Vorreiterrolle ein.

Die Geschäftssegmente

Die drei Geschäftssegmente Classic, Caravaning und Fleet wurden ausführlich vorgestellt. Voraussetzung zur Teilnahme ist jeweils die Erfüllung einer spezifischen Checkliste.

Classic

Mit dem Programm „Classic Car Colors“ hat Glasurit bereits im Jahr 2007 diesem wachsenden Privatgeschäftsmodell Rechnung getragen. Die Vernetzung in die Autoszene betreibt Glasurit u.a. durch die Partnerschaft mit der FIVA, dem Weltverband der Oldtimerclubs mit ca. 2,5 Mio Mitgliedern weltweit. Der Präsident der FIVA, Tiddo Bresters beschrieb in seinem Vortrag, vor welchen Herausforderungen die Oldtimerei steht und wie die FIVA einwirkt die rollenden Räder auch durch die Kooperation mit der UNESCO als immaterielles Kulturgut zu schützen. Die Themenblöcke Jugend, Politik und Fachkräftemangel sind dominierend. Der ADAC als deutscher Vertreter der FIVA war ebenfalls anwesend. Jakob Thalmayr von der Städtischen Schule für Farb- und Lackiertechnik in München informierte über den Stand der Fortbildung zum „Restaurator im Handwerk“. Ziel ist es, im Jahr 2022 einen Kurs für die übergreifenden Qualifikationen in den Handwerken der KFZ-Technik, Karosserie- und Fahrzeugbau und Fahrzeuglackierer anzubieten.

Jürgen Book stellte zwei neue Seminare für 2022 vor. „Classic Technik“ beschreibt die spezialisierten Lackierverfahren, um gealterte Lackaufbauten zu reparieren. In Fokus steht auch das Finden der passenden Farbtöne und die Wahl der Lackiersysteme nach dem Verbot schwermetallhaltiger Inhaltsstoffe bei allerbester Qualitätsanforderung. Es wird sogar ein Modul „statt lackieren“ geben das sich um die Aufarbeitung und Erhaltung gealterter Lackschichten dreht.

„Classic Business“ unterstützt Betriebe die Classic betreiben und sich weiter entwickeln wollen. Marktpotentialanalysen, Aufstellung des Betriebs auch digital, klassische Renditefallen und optimale Geschäftsprozesse sind Themen, um hier profitabel zu agieren.

Caravaning

Der Start in das Geschäftssegment „Caravaning“ beinhaltet technische Schulungen und Kooperationen mit Verbänden und Herstellern. Sie wurden von Andreas Schröder, Netzwerkleiter Caravaning und dem technischen Leiter Hendrik Franke vorgestellt. Lars Rottmann vom Schulungspartner HZD Akademie präsentierte die neue Spezialschulung für Struktur-Reparaturen. Christian Bauer, President der Hymer GmbH & Co. KG gab interessante Einblicke in die Boombranche Caravaning und auch die Fragen des Aftermarkets kamen nicht zu kurz.

Dr. Guiscard Glück, Vice President, Performance Materials bei BASF SE stellten beide Innovationen und Trends am Beispiel des Hymer Vision Venture vor. Der Prototyp war vor Ort zu besichtigen und sorgte für viel Furore bei allen Besuchern der Motorworld.

Fleet

Bernd Sessner, FLI Manager bei BASF stellte mit Fleet das neue Programm für Betriebe im Geschäftssegment „Schadensteuerung“ vor. Fleet beinhaltet eine brandneue Seminarreihe zu den Themen Entwicklungs- und Investitionsstrategie, Antriebe der Zukunft in der Unfallreparatur, Digitales Management / Geschäfts- und Marketingprozesse und Nachhaltigkeitsstrategie in der Unfallreparatur. Die Vernetzung mit dazu maßgebenden Industrieteilnehmern wurde in der Podiumsdiskussion deutlich.

Prominente Vertreter von Schadensteuerern, Versicherungen und Verbänden wie BvdP, ZKF waren anwesend bei der von Bernd Sessner moderierten Podiumsdiskussion zu Entwicklungen und Aussichten von Unfallreparaturbetrieben in der Schadensteuerung. Diskutiert haben Alexander Vogel/HUK Coburg, Jürgen Schmidt/riparo Gmbh, Rainer Hansen/Consense GmbH und Stefan Höslinger/HEPP Unternehmensimpulse.

Letzterer führte in seinem vorgelagerten Vortrag „Die Lust am Wandel – ein Gewinn“ durch die kommenden Veränderungen im spannungsgeladenen Dreieck zwischen Bereich Politik, Auto und Betrieb. Auch hier gilt: Sich frühzeitig auf Veränderungen einstellen hilft bei langfristigem Erfolg.

Der Rahmen: Speziell und edel

Zum exklusiven Freitags-Dinner im Drivers and Business Club Munich begrüßten Jürgen Lewandowski, bekannter Buchautor und Motorjournalist als Vertreter des Board of Trustees und Christian Geistdörfer, seines Zeichens Ehrenmitglied und zweifacher Rallyeweltmeister im legendären Duo mit Walter Röhrl. Ein spezieller Abend in einem edlen Ambiente.

Für musikalische Untermalung auf Spitzenniveau sorgten beim Galaabend am Samstag Giulia Wahn und DJane Nic. Die behördlichen Auflagen sorgten für einen (zu) frühen Schluss, aber die Außenterrasse des Ameron-Hotels war noch lange bevölkert.

Einen Besuch stattete Walter Maurer ab. Die Ikone der Lackkunst zeigte 2 seiner automobilen Kunstwerke in der MOTORWORLD – natürlich mit Glasurit lackiert.

Spannendes Partnerprogramm

Großen Zuspruch erhielt auch das Partner- und Rahmenprogramm. Am Samstagnachmittag konnten sich die Teilnehmer zwischen Touren durch das BMW-Museum, die BMW-Welten, Allianz-Arena inkl. FC Bayern München, einer Tour durch die MOTORWORLD und eine Olympiapark-Tour entscheiden. Hinter letzterem verbarg sich eine Seilbahnrutsche durch das riesige Stadion. Für Adrenalinausschüttung war gesorgt und das hilft sicher bei den Herausforderungen die vor der Branche liegen. Aber im richtig orientierten Verbund lässt es sich einfacher bewerkstelligen.

Jedes der hier genannten Themen verdient für sich allein einen ausführlichen Beitrag. Viel Potential für die kommenden Herausforderungen, die vor der Branche liegen. Das Signal ist klar: ColorMotion ist am Puls der Zeit und wird seine Mitglieder stärker machen! ■

www.glasurit.com

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