Management

„Eine echte Win-win-Situation“

Sherwin Williams verstärkt sein Engagement in Deutschland

MR

Über die Pläne von Sherwin-Williams, das 2017 mit Valspar unter anderem die Lackmarken DeBeer und Octoral übernommen hat, und über die Aktivitäten des Unternehmens auf dem deutschen Markt unterhielten wir uns mit Theo Wemmers, Executive General Manager Automotive EMEAI, und Zvonimir Simunovic, Market Manager DACH.

Herr Wemmers, Herr Simunovic, Mitte 2017 wurde Valspar von Sherwin-Williams übernommen. Die letztjährige Automechanika sah den ersten großen Auftritt von Sherwin-Williams in Deutschland, unter gemeinsamer Flagge wurden alle Lackmarken, vor allem die hierzulande bekanntesten Marken DeBeer und Octoral präsentiert. Wie würden Sie die ersten rund eineinhalb Jahre des Zusammenschlusses charakterisieren?

Theo Wemmers: Ich würde sagen, es ist von Anfang an eine echte Win-win-Situation eingetreten. Beide Unternehmen, Valspar und Sherwin-Williams haben Marken, die sich perfekt ergänzen und uns so für die Zukunft großartige Entwickungsmöglichkeiten bieten. Dies gilt auch und insbesondere für den deutschen Markt.

Was hat sich denn verändert unter Sherwin-Williams-Regie?

Zvonimir Simunovic: Sherwin-Williams ist sehr auf den Kunden und den Kundennutzen seiner Produkte ausgerichtet, angefangen bei Forschung und Entwicklung über das Qualitätsmanagement bis hin zu Schulung und Training. Eine weitere Säule für den Erfolg von Sherwin-Williams ist die nachhaltige Investition in seine Mitarbeiter. Die besondere Kombination aus Förderung, Training und Weiterbildung sowie hervorragende Karriereaussichten sorgen bei beiden Unternehmen seit jeher für eine außergewöhnlich langfristige und nachhaltige Beziehung zum Unternehmen. Diese Beständigkeit und Identifikation spüren auch unsere Kunden immer wieder in der täglichen Zusammenarbeit mit Sherwin-Williams.

Zu den in Deutschland bekannten Marken DeBeer und Octoral ist nun auch Sherwin-Williams dazugekommen. Welche Rolle wird Sherwin-Williams als Marke spielen? In den USA gehört man ja im Refinish-Bereich zu den Marktführern.

Theo Wemmers: Sherwin-Williams agiert als Dachmarke und vereint als Mutter die Aktivitäten der hierzulande etablierten Marken, insbesondere DeBeer und Octoral – dies haben wir ja auch auf unserem Automechanika-Auftritt kommuniziert.

Wie werden sich diese beiden Marken weiter ausdifferenzieren?

Wir werden in Zukunft die Differenzierung unserer Marken DeBeer und Octoral stärker in den Vordergrund stellen.

Das verbindende Fundament aller unserer Marken wird auch in Zukunft weiterhin unsere Selbstverpflichtung sein, Qualitätsstandards zu setzen. Wir bieten unseren Kunden in Deutschland mit unserem umfangreichen Marken-Portfolio eine hervorragende Auswahl. Ob Sie sich für DeBeer, Octoral oder irgendeine unserer anderen Marken entscheiden, hängt von den Anforderungen des Kunden ab. Damit bekommen die Kunden bei uns genau die Lösung, die ihre spezifischen Anforderungen perfekt passt.

Welche Rolle spielt für Sie das Thema Herstellerfreigaben?

Theo Wemmers: Technische Freigaben spielen durchaus eine Rolle, sie erhöhen einfach das Vertrauen in eine Marke. Wir arbeiten beständig daran, unsere Zusammenarbeit mit den Herstellern weiter zu intensivieren. Aus unserer Sicht sind Herstellerfreigaben allerdings speziell in der Schadensteuereung und bei Versicherungsschäden oft nur ein Punkt bei der Entscheidungsfindung und nicht das ausschlaggebende Argument.

Zumindest in Deutschland nicht …

Theo Wemmers: Richtig, es gibt auch Märkte, wo Versicherungen die Lackmarke für Reparaturen vorgeben. Die Art und Weise, wie die Entscheidung für eine Lackmarke getroffen wird, verändert sich – ebenso wie die Ansprechpartner. Wenn sich etwa Reparaturketten stärker ausbreiten, gilt es nicht, einzelne Betriebsinhaber von einem Fabrikat zu überzeugen, sondern den Einkaufsverantwortlichen für die Gruppe.

Welche Veränderungen wird es denn für die Sherwin-Williams Marken auf dem deutschen Markt geben?

Zvonimir Simunovic: Auch wenn der deutsche Markt natürlich stark umkämpft und gesättigt ist, das Echo auf unseren Automechanika-Auftritt stimmt uns sehr optimistisch, in Deutschland unsere Ziele zu erreichen. Wir haben dort ein sehr großes Interesse und eine Offenheit der Kunden gegenüber neuen Systemen und gerade auch für maßgeschneiderte Lösungen erfahren. Entsprechend hohe Ziele haben wir für alle unsere Marken.

Welche Rolle spielt der deutsche Markt innerhalb der EMEA-Region?

Theo Wemmers: Deutschland ist ein Schlüsselmarkt für EMEA – und der Markt ist ungefähr so groß wie Afrika und Middle East zusammen. Was für uns aber besonders wichtig ist: Die deutschen Kunden sind sehr anspruchsvolle Kunden und geben uns mit ihrem Feedback wertvolle Anregung und Unterstützung, um unsere Produkte und die Verarbeitungsprozesse stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Hier profitieren dann beide Seiten wieder von der vorhin erwähnten engen Zusammenarbeit.

Herr Wemmers, Herr Simunovic,
vielen Dank für das Gespräch.

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