Management

Den Staffelwechsel planvoll managen

Wenn der Generationswechsel im Betrieb ansteht, gilt es eine Vielzahl unterschiedlichster Faktoren zu beachten und zu berücksichtigen. Hier sind die sechs wichtigsten Tipps vom Nachfolge-Experten.

lm Juni startete das von Standox gegründete Werkstattnetzwerk Repanet zum vierten Mal sein Programm „Next Generation“, das sich an Familienbetriebe wendet, bei denen ein Generationswechsel ansteht. Torsten Groth, Dozent und Berater für Nachfolge, Familienstrategie und wirksame Führung, ist seit Jahren dabei und kennt sich mit diesem Thema bestens aus.

Torsten Groth, Berater für Nachfolge, Familienstrategie und wirksame Führung, ist seit Jahren Dozent bei Next Generation. (Foto: repanet)
Torsten Groth, Berater für Nachfolge, Familienstrategie und wirksame Führung, ist seit Jahren Dozent bei Next Generation. (Foto: repanet)

So gelingt die Betriebsübergabe

1. Beantworten Sie die Kernfragen der Betriebsnachfolge

Befassen Sie sich mit zentralen Fragen der Unternehmensperspektive möglichst frühzeitig: Soll es den Betrieb in zehn bis 20 Jahren noch geben? Wer könnte ihn in Zukunft führen, und welche strategischen Schwerpunkte zeichnen sich ab? Erst wenn Sie diese Fragen mit Ihren Angehörigen besprochen haben, kann der Prozess der Unternehmensnachfolge beginnen.

2. Alle Beteiligten einbinden

In nur wenigen Fällen steigen die Seniorchefs von heute auf morgen komplett aus, meistens arbeiten beide Generationen für eine Übergangszeit gemeinsam im Betrieb. Vereinbaren Sie in einem solchen Fall eine Aufgabenteilung, die Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten beider Seiten gleichermaßen berücksichtigt. Next Generation trägt diesem Aspekt auch dadurch Rechnung, dass sich bestimmte Module an beide Generationen richten.

3. Der richtigen Zeitpunkt für die Betriebsübergabe

Je früher Sie das Thema Nachfolge angehen, desto mehr Möglichkeiten zur Ausgestaltung ergeben sich. Aber auch „kurz vor knapp“ kann Next Generation Sie unterstützen. In früheren Staffeln gab es Betriebe, bei denen der Generationswechsel schon vollzogen wurde oder in wenigen Jahren anstand, bei anderen hingegen erst in 20 Jahren. Das Programm ist so konzipiert, dass jeder Teilnehmer die passenden Tipps und Ratschläge erhält.

4. Ein Investment, das sich langfristig auszahlt

Das Thema Unternehmensnachfolge ist anspruchsvoll, vielschichtig und komplex – gleichzeitig haben die Betroffenen auch noch einen Full-Time-Job, der erledigt werden muss. Daher ist es sinnvoll, die Details eines Generationswechsels planvoll über einen längeren Zeitraum zu besprechen und zu klären. Next Generation verteilt seine insgesamt sieben Themen-Module über einen Zeitraum von rund zwei Jahren. Rückmeldungen früherer Teilnehmer bestätigen, dass sich dieser Aufwand lohnt und das Arbeiten in sieben aufeinander folgenden Modulen bewährt hat.

5. Offen für Individuallösungen

Es gibt keine Nachfolgeregelung von der Stange, denn jeder Familienbetrieb ist so einzigartig wie die Menschen, die darin arbeiten. Das kann unter Umständen auch heißen, dass eine Lösung völlig anders ausfällt als ursprünglich geplant. Bei Next Generation gab es bereits solche Fälle: In einem beispielsweise entwarfen Vater und Sohn im Zuge des Programms eine Wachstumsstrategie, wonach der Junior eine Niederlassung des elterlichen Betriebs eröffnete und zwei Geschwister beim Vater miteinstiegen. Ein Modell, das sich für alle Beteiligten auszahlte.

6. Nutzen Sie die Power des Teams

Ein Punkt, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Tauschen Sie sich mit Kollegen und Kolleginnen aus, die in der gleichen Situation sind wie Sie. Das ist ein unbezahlbarer Mehrwert, von dem alle teilnehmenden Betriebe langfristig profitieren können. Viele Teilnehmer von Next Generation bleiben auch später über Social-Media-Kanäle oder Ehemaligentreffen in Kontakt. Und auch die Referenten verfolgen die Entwicklung der einzelnen Betriebe weiterhin mit großem Interesse.


Quelle: Repanet



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