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Lack in allen Facetten: Autolackiererei René Sahli in Aesch

Autolackiererei René Sahli in Aesch bei Zürich
Lack in allen Facetten

Klein, aber fein: Die Autolackiererei Sahli in Aesch bei Zürich konzentriert sich auf hochwertige Lackierungen. Und darauf, sie zum Strahlen zu bringen.

Es gibt Betriebe, die ihr Spektrum permanent erweitern, zu Lack und Karosserie noch die Mechanik ins Boot nehmen, das Caravangeschäft oder Industrieaufträge. Oder Betriebe, die ständig wachsen, sich erweitern, vielleicht einen zweiten Standort eröffnen, oft, weil sie in der Schadensteuerung Potenzial sehen. René Sahli ist all dies eher fremd. Die Autolackiererei René Sahli in Aesch bei Zürich beschäftigt sich seit 45 Jahren als reiner Lackierbetrieb mit … Lack. „Wir sind ein kleines Team: zwei Lackspezialisten, eine Detailerin und ein Auszubildender“, erklärt Firmenchef René Sahli. „Für uns hat sich das als ideale Betriebsgröße herausgestellt, sodass wir uns auf das konzentrieren können, was wir wirklich gut können.“

Lackierung als Kunstwerk

So überschaubar die Betriebsgröße, so vielfältig ist das Auftragsspektrum, wie ein Blick in die Werkstatt zeigt. Zwei edle Ferrari-Oldtimer stehen auslieferungsbereit im vorderen Bereich, weiter innen trocknet unter einem Infrarotstrahler die Grundierung eines Formel-Rennwagens, René Sahli begutachtet derweil auf einem Werktisch die rot-weiß gestreifte Lackierung einer überdimensionalen Zuckerstange. „Die Zuckerstange ist das Werk eines Schweizer Künstlers,“ erläutert Sahli. „Vor einigen Jahren ist eine Züricher Agentur auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir für einen Künstler, den die Agentur vertritt, ein Werk lackieren könnten. Ich sagte, wir könnten das gerne versuchen, aber wüssten nicht, worauf es dabei genau ankommt und welche Anforderungen die Lackierung erfüllen muss“, erinnert sich Sahli. „Wir mussten feststellen: Der Künstler und seine Agentur wussten das ebenso wenig. Oft haben die Künstler eine Vision, wie das Werk aussehen soll, aber keine Vorstellung von der Umsetzung. Abgesehen davon spielen auch bei der Arbeit an Kunstwerken Budgetüberlegungen eine Rolle.“ Gemeinsam haben sich René Sahli und die Auftraggeber dann der Aufgabe genähert, bis schließlich ein Ergebnis entstanden ist, das alle Seiten begeistert hat. „Ab diesem Zeitpunkt hatten wir dann einen gewissen Namen in der Szene und wurden immer wieder mit solchen Projekten beauftragt.“

Nische in der Nische

Beratungskompetenz, handwerkliches Können und Netzwerken – das sind auch die Erfolgsfaktoren für das Oldtimergeschäft, ein weiteres Standbein der Autolackiererei René Sahli in Aesch. „Oldtimer waren schon immer meine Leidenschaft. Heute sind wir unter anderem auf historische Ferraris spezialisiert.“ Nach René Sahlis Erfahrung muss man sich auch innerhalb des Oldtimersegments eine Nische suchen – und da gilt: je hochwertiger, desto besser. „Nichts ist schlimmer, als mit einem Oldtimerfreund mit viel Liebe zu seinem Fahrzeug, aber knappem Budget um den Preis zu verhandeln oder Abstriche bei der Qualität machen zu müssen.“ Ein Optimum an Qualität zu erreichen, das ist dagegen die Aufgabe bei Concours-Fahrzeugen, die in der Fahrzeuglackiererei Sahli regelmäßig lackiert – oder auch für die Oldtimer-Events auf Hochglanz gebracht werden.

Wer sich mit Lack auskennt

Dies erfolgt in einem eigens geschaffenen Detailing-Raum im Untergeschoss der Werkstatt. Mattschwarze Wände und eine leistungsstarke, variable Beleuchtung sorgen dafür, dass die Oberflächen bei der Bearbeitung perfekt beurteilt werden können. Das Detailing ist die Domäne von René Sahlis Schwester Nicole Hafner-Sahli. Die gelernte Sattlerin hat sich auf das wachsende Detailinggeschäft konzentriert und vertraut dabei auf die exklusiven Swisswax-Produkte. „Auch beim Detailing hat bei uns Qualität absoluten Vorrang“, erklärt René Sahli. „Gerade in der Aufbereitung gibt es eine Vielzahl von sehr günstigen Anbietern, mit denen wir nicht konkurrieren möchten. Unser Klientel, das sind die Besitzer von hochwertigen Neufahrzeugen oder Oldtimern. Zugute kommt uns hier, dass wir als absolute Experten für Lack wahrgenommen werden – wer sich mit Lack auskennt, muss ja wohl wissen, wie man ihn am besten zum Glänzen bringt und konserviert.“

Die Begeisterung übertragen

Der Detailing-Raum beherbergt auch René Sahlis imposante Sammlung von Lackmustern und Carshapes. Hunderte von Mustern hat er nach Farbtönen und Effekten geordnet in Präsentationskästen sortiert. „Wenn man wie wir Kunstwerke, Musikinstrumente und andere Spezialitäten lackiert, ist es sehr wichtig, den Interessenten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, von denen sie zum Teil gar nichts
ahnen, vorführen zu können. Außerdem: Mit unserer Sammlung zeigen wir, dass wir selber Freude am Lack haben und können diese Begeisterung auch viel leichter auf den Kunden übertragen.“

Geschäft mit Emotionen

Besteht bei solch exotischen wie spannenden Aufträgen nicht die Gefahr, dass einem ganz normale Unfallschäden, die auch in der Firma Sahli noch gut die Hälfte des Umsatzes ausmachen, eines Tages gar keinen Spaß mehr machen? René Sahli beantwortet die Frage mit entwaffnender Offenheit: „Das ist eigentlich schon länger so. Ganz einfach, weil da wenig Emotionen im Spiel sind. Wenn Du Glück hast, hörst Du nach einer klassischen Unfallschadenreparatur vom Kunden nichts mehr. Ein Oldtimerkunde meldet sich, und das nicht nur einmal. Genauso ist es bei einem Motorradkunden. Auch viele der Künstler und auch Industriekunden rufen an und sagen dir, wie zufrieden sie sind. Für uns ist das die Bestätigung dafür, dass es richtig war, sich auf Lack zu konzentrieren – in allen Facetten.“ mr■

www.autolackprofis.ch


 
 
 

Thumbnail_Sahli_neu.jpgDas Videoporträt der Autolackiererei Sahli
finden Sie auf dem Lackiererblatt-YouTube-Channel unter folgendem Link

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