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Ein Design-Porsche für’s Wohnzimmer

Skulpturen von Advanced Canvas
Ein Design-Porsche für’s Wohnzimmer

Tief im Schwarzwald hat sich das junge Kunst-Start-up Advanced Canvas auf Betonskulpturen für Porsche-Liebhaber spezialisiert.

Alexander Hoch wollte immer Automobildesigner werden. Sieben Jahre lang übte er den Beruf aus, wirklich glücklich geworden damit ist er nicht: Der gelernte Steinbildhauer fertigt heute künstlerische Beton-
skulpturen der Porsche-Modelle an und ‚designt‘ die Oberflächen in liebevoller Kleinarbeit.

Am Anfang steht eine Idee

Hoch studierte Automobildesign und schnell stand fest: Erwartungshaltung und Realität passten nicht zusammen. Auf Instagram entdeckte er dann einen Automotive Designer, der Zeichnungen von BMW-Rennwagen für gutes Geldverkaufte. „Da dachte ich mir, das wäre eigentlich in 3-D viel cooler. Man könnte doch eine dreidimensionale Skulptur machen, die an der Wand hängt“, erklärt Hoch. Zweieinhalb Jahre optimierte er Skizzen, Modelle und Umsetzung. „Als Bildhauer trägt man immer etwas vom Stein ab, bei Beton modellierst du. Das musste ich zunächst üben, um meinem Anspruch an die perfekte Oberflächenqualität gerecht zu werden“, so Hoch. Als Material wählte er Beton. Die Modelle bekamen einen Carbonkern und wurden somit sturzrobust.

Eine Hommage an Porsche

Warum ausgerechnet Porsche? Der Künstler erklärt uns, dass er selbst großer Porsche-Fan ist. Ein Jahr lang arbeitete er dort und war sich schnell sicher: Mit keiner anderen Marke würde das Thema so gut funktionieren – magisch, zeitlos und trotzdem modern. Zum Konzept gehört in Zukunft auch eine Augmented Reality Application: In Kooperation mit Porsche sollen Kunden, die einen neuen Porsche bestellen und die Wartezeit bis zur Lieferung überbrücken möchten, ein Advanced-Canvas-Modell in individuellem Design dazubekommen. „Das Modell lässt sich dann scannen und die Kunden können in der App schon mal ein Preview vom bestellten Fahrzeug in 3-D sehen“, erklärt Hoch das Konzept. Nächstes Jahr möchte er zehn verschiedene Modelle anbieten können. Das Ziel? Eine Hommage an die Automarke.

Individuelles Design

Die Kunden können neben den Skulpturen auf der Website im Online-Shop auch Designs selbst vorgeben. „Viele verstehen das aber nicht“, lacht der Künstler und erklärt: „Wenn ein Design im Katalog ausverkauft ist, denken viele, das sei weg. Wir könnten das aber noch mal machen. Das ist ja Teil unseres Konzeptes, den Kunden alles zu ermöglichen.“ Ob mit bunter Farbe, gewachst, mit Blattgold oder Kupfer überzogen, sogar verchromt – alles ist möglich. Für die Designs verlässt sich Hoch auf seine Partnerin Natalie Fransen, die das treffende Gespür für die Designs aufbringt und selbst gelernte Automotive Designerin ist.

In Feinarbeit hergestellt

Im Rahmen des Automotive-Studiums bemerkte Hoch, dass er seine bereits vorhandenen handwerklichen Fertigkeiten aus der Bildhauerei-Lehre für noch viel feinere Projekte anwenden kann: „Da dachte ich mir: Eigentlich kannst du alles lernen.“ Die Modelle herzustellen, nimmt unterschiedlich viel Zeit in Anspruch: „Wenn es gut läuft, erfordert ein Modell nur einen Tag Arbeit, aber es gibt auch Modelle, da sitzt man eine Woche oder länger dran“, berichtet der Künstler, „Mutter Natur hat aber immer viel mitzureden. Ich versuche drei Mal dasselbe zu machen, es kommt drei Mal etwas anderes dabei heraus.“ Die Modelle hat Hoch im 3-D-Drucker selbst entwickelt. Um keine Blasen in der Oberfläche zu haben, werden die Modelle in den Siliconformen ausgepinselt. Die Modelle haben aber eine begrenzte Lebensdauer: Aus einer Siliconform können etwa fünfzig Skulpturen entstehen. Das, was nachträglich das Design auszeichnet, sind Acrylfarben, die verdünnt optimal ins Material einziehen. „Bei ganz dunklen Modellen kommen Eisenoxyd und schwarze Pigmentfarbe zum Einsatz. 150 Gramm Pigmente und 100 Milliliter Flüssigpigmente hat Hoch schon in einem Modell verarbeitet. „Damit könnte man normalerweise einen ganzen Raum schwarz streichen“, lacht er. am■

www.advanced-canvas.com


Alexander Hoch, Künstler

„Ich habe mir immer gesagt:

Eigentlich kannst du alles lernen.“

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