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Dodge Charger erhält Vintage-Lackierung

Dodge Charger erhält Vintage-Lackierung
Top Banana mit rauer Schale

Wie vor 50 Jahren: Ein Dodge Charger erhält in der „Klassiker Manufaktur“ eine Vintage-Lackierung

Die Muscle-Car-Ära war schon eine ganz spezielle Zeit. Die Autos waren, zumal nach heutigem Maßstab, so verrückt wie die Farben. „Plum Crazy“ etwa, ein leuchtendes Violett, „Go Mango“, ein helles Ziegelrot, oder „Top Banana“, ein klassisches, man kann es nicht anders sagen, Bananengelb. Genau in diesem Farbton war ein Dodge Charger, Baujahr 1970, lackiert, der in der „Klassiker Manufaktur“ von Frank Gerardy in Polch von Grund auf restauriert werden sollte. Von Grund auf – bis auf den Lack. „Vom alten Lack war noch reichlich Substanz vorhanden, und der Auftraggeber, ein US-Car-Händler, wollte ganz bewusst einen authentischen Look, eine echte Vintage-Lackierung“, erinnert sich Frank Gerardy. „Motor, Fahrwerk, Hohlraumschutz, das alles sollten wir  komplett überholen, von außen sollte man dem Wagen aber die Spuren der Zeit ansehen.“ Ein Wunsch, der dem Oldtimerspezialisten Gerardy immer häufiger begegnet.

Die Balance halten

„Die Kunst bei dieser Art der Vintage-Lackierung besteht darin, die schadhaften Stellen fachgerecht zu konservieren, sodass auch dort, wo der Untergrund oder scheinbar rostige Stellen zum Vorschein kommen, eine sichere Isolierung vorliegt“, erklärt Frank Gerardy. „Dort, wo der Lack neu aufgebaut wird, muss natürlich ein authentischer Look erzeugt werden, aber dabei muss man eine gewisse Balance finden.“ Denn wer künstliche Patina erzeugt, wandelt auf schmalem Grat, findet Gerardy. „Ich bin kein Freund von per Airbrush aufgetragenen Rost- oder Gebrauchsspuren. Wir gehen da sehr behutsam vor.“

Auch Aufkleber konserviert

Behutsam hieß in diesem Fall: Der gelbe Basislack – State-of-the-Art-Wasserbasislack im Übrigen – wurde sehr dünn und an manchen Stellen fast lasierend aufgetragen. Um den Glanz partiell zu reduzieren trugen die Lackierer der Klassiker Manufaktur einen mattierten Klarlack auf. Dort, wo ein wenig Rost sichtbar sein soll, arbeitete man mit scharfem Löser und trug danach ebenfalls mattierten Klarlack auf. Und die Aufkleber wurden – natürlich – nicht entfernt, sondern ebenfalls konserviert.

Vergleichbare Kosten

„Insgesamt liegen Aufwand und Kosten bei solch einer Vintage-Lackierung nicht niedriger als bei einer kompletten, klassischen Ganzlackierung“, weiß Frank Gerardy. „Das kann auch gar nicht anders sein. Es müssen sehr viele einzelne Entscheidungen getroffen werden, und die Anpassungen an die vorhandene Substanz sind sehr zeitaufwendig. Aber das Schöne ist: Die Kunden verstehen das. Sie haben sich für diese Art der Lackrestaurierung ja nicht entschieden, weil sie Geld sparen möchten, sondern weil sie ein Fahrzeug haben möchten, das top restauriert ist, dem man seine 50 Jahre aber durchaus ansehen darf.“ mr■

www.klassikermanufaktur.de

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