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Chronos – Studie zur Erfassung unproduktiver Zeiten bei der Reparatur von Fahrzeugen.
Foto: M. Rehm

Unproduktive Zeiten erfassen

Chronos – Studie zur Erfassung unproduktiver Zeiten bei der Reparatur von Fahrzeugen

Die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) hat eine Studie zur Erfassung der unproduktiven Zeiten bei der Reparatur von Fahrzeugen in K+L-Betrieben in Auftrag gegeben.

Die von der Consulting AB Deutschland GmbH (CAB) aus Wolfsburg durchgeführte Untersuchung wird Karosserie- und Lackierbetrieben eine verlässliche Orientierung geben und leistet konkrete fachliche Hilfestellung zu der bislang eher wage vermuteten Auswirkung unproduktiver Zeiten.

Die CAB ist ein international führender Dienstleister im Zeit- und Prozessmanagement, die bedarfsorientierte Fahrzeuganalysen und innovative Lösungen rund um die Fahrzeugreparatur sowie Instandhaltungsprozesse anbietet. Hintergrund für die in Auftrag gegebene Studie ist, dass Fachbetriebe seit vielen Jahren sinkende Renditen in der Unfallinstandsetzung ausweisen. Die Gründe des Rückgangs in der Rentabilität sind vielfältig. Mögliche Ursache der steigenden Kosten sind unter anderem die Zunahme der administrativen Mitarbeiter gegenüber den operativ arbeitenden „produktiven“ Mitarbeitern in der Werkstatt, deren Stunden in der Kalkulation des Auftrags nicht verrechnet werden können. Weitere Gründe sind anfallende Arbeiten, die bei fachgerechten Reparaturen notwendig sind, aber aus verschiedenen Gründen nicht abgerechnet werden können.

Probleme in der Praxis

„Einen zahlenmäßigen Beweis zu erbringen, war in der Praxis sehr schwierig, da nicht genau definierbar immer mehr unproduktive Tätigkeiten, unter anderem durch die Schadenlenkung entstanden sind“, erklärt IFL-Vorstand und ZKF-Präsident Peter Börner. „Unsere Herausforderung war bisher, dass exakte Messungen zu diesen unproduktiven Zeiten in der Fahrzeugreparatur nicht vorliegen“ so Börner weiter. Zudem kommt es wegen zunehmenden Rechnungskürzungen durch beauftragte Prüfdienstleister immer wieder zu Diskussionen mit den Versicherern. Deshalb hat die Interessengemeinschaft eine Studie bei der CAB in Auftrag gegeben, die zur Ermittlung zusätzlich anfallender administrativer Tätigkeiten beitragen soll.

Breite Akzeptanz

Die Ergebnisse einer Vorstudie wurde von den Zentralverbänden ZDK und ZKF sowie der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL) auf letzten Mitgliederversammlung der IFL e.V. vorgestellt und ausführlich mit den Konsortien und den Dienstleistern besprochen. Im Folgenden wurde die Beauftragung einer umfangreicheren Studie einstimmig beschlossen.